Wohnhaus
Platenstraße 14 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6890 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Platenstraße 14, 50825 Köln |
| Baujahr | 1899 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 20.08.1993 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Erbaut 1899, 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen; Stuckfassade mit detailreicher Ornamentik in Stilformen von Gotik und Renaissance; ab 1. OG axialsymmetrischer Aufbau mit Mittelbetonung durch Treppengiebel (flankiert von je einer Gaube); balkonartig vorkragende Brüstungsfelder im 1. OG, Hofeinfahrt auf der rechten Achse (orig. Holztor; Hauseingang mit orig. Haustür in der Einfahrt); orig. Fenster (im Oberlicht z. T. mit farbigen Glaseinsätzen).
Rückfront: in Backstein; orig. Fenster. Die rückwärtig anschließenden Bauten (1-2geschossig; in Backstein) sind nicht Bestandteil des Denkmals.
Im Inneren original erhalten: inkrustierter Terrazzoboden im Treppenhausbereich; Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten; Wohnungs- und Zimmertüren.
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 rasch an Bedeutung. Die Platenstraße, an der sich o. g. Objekt befindet, wurde als Verbindungsstraße zwischen Subbelrather und Venloer Straße in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts erschlossen. Obengenanntes Gebäude ist integraler Bestandteil der in Teilen noch vollständig erhaltenen historischen Straßenbebauung Platenstraße und bildet mit den anschließenden Bauten sowie den gegenüberliegenden Wohn- und Schulgebäuden ein Ensemble, das die erste Ausbauphase der Platenstraße dokumentiert. Im Gegensatz zu den meist schlicht in Backstein gestalteten Häusern der Bauzeit um 1900 zeichnet sich das o. g. Objekt durch seine aufwendige und detailfreudige Stuckdekoration in Stilformen von Gotik und Renaissance sowie den nahezu axialsymmetrischen Aufbau mit Mittelbetonung durch Staffelgiebel aus, und es stellt dadurch einen wichtigen - auch städtebaulichen - Blickpunkt dar. Auch als Hinweis auf die sozialgeschichtliche und architektonische Entwicklung Alt-Ehrenfelds sowie als Beleg für die Gestaltungsvielfalt in diesem für eine Erstbewohnerschaft mit bescheideneren Ansprüchen vorgesehenen Wohnbereich wird das original erhaltene Gebäude zum unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0