Wohn- u. Geschäftshaus
Tempelstraße 26 · Deutz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6949 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Tempelstraße 26, 50679 Köln |
| Baujahr | um 1870 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 15.10.1993 |
| Stadtteil | Deutz |
Um 1870 erbaut; 3 Geschosse und ausgebautes Mansardgeschoß, EG verändert; 3 Achsen; Putzfassade mit Stuckgliederungen in klassizistischen Stilanklängen; Fenster erneuert. Rückseite: backsteinsichtig; 2 Achsen; Fenster erneuert; dreigeschossiger Anbau in verputztem Backstein. Im Inneren im Treppenhaus originale Treppe aus Holz mit gedrechseltem Antrittspfosten und Geländerstäben; Wohnungsabschlußtüren erneuert.
Die Tempelstraße, früher Tempelwallstraße genannt, lag ursprünglich im Randbereich des alten Deutzer Ortskerns. Die Straßenbezeichnung geht auf den ehemals an der Ecke zur Deutzer Freiheit gelegenen Tempelhof, einem alten Lehnsgut des Tempelordens, zurück, an dessen Stelle gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Kirche Neu St. Heribert errichtet wurde. Im seit 1816 unter preußischer Verwaltung mit Befestigungsanlagen versehenen Deutz entwickelte sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts infolge aufblühender Wirtschaft und kräftigen Bevölkerungsanstiegs innerhalb des alten Ortsbereichs eine starke Bautätigkeit. Das Gebäude Tempelstraße 26 dokumentiert als eines der wenigen noch erhaltenen Häuser diese Ausbauphase der Straße. Die Fassadengestaltung steht in der Tradition des ehemals für Köln typischen sog. Dreifensterhauses. Charakteristisch ist der sparsame Dekor in schlichten klassizistisch-strengen Formen mit Betonung des 1. Obergeschosses und des Dachgesimses. Trotz Veränderung des Erdgeschosses ist das o. g. Gebäude unbedingt erhaltenswert im Hinblick auf das historische Erscheinungsbild der Tempelstraße, da es innerhalb der insgesamt stark veränderten Häuserzeile noch den ursprünglichen Fassadenschmuck bewahrt hat und im Zusammenhang mit der anschließenden dreigeschossigen Bebauung die ehemalige Maßstäblichkeit veranschaulicht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0