Wohn- u. Geschäftshaus

Spielmannsgasse 12 · Altstadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7036
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Spielmannsgasse 12, 50678 Köln
Baujahr1960
Architekt / PlanungKarl Band
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 24.01.1994
Stadtteil Altstadt/Süd

Erbaut: 1960, Architekt: Karl Band; "Haus Regia", Teil einer Wohnhausgruppe (Spielmannsgasse 4 - 10);

2 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß, Satteldach, backsteinverkleidet. Zentrierter Eingang von jeweils einer Fensterachse flankiert, Fensteröffnungen in Sturzhöhe durch Beton"Gesims" miteinander verbunden, Natursteintafel rechts des Eingangs: unter einer Krone eingemeißelt: "Regi et Reginae nostrae A.D. 1960". Fenster und Haustür original. Rückseite großzügig belichtet, Balkon vor zwei Glastüren im Oberschoß. Fenster und Türen original. Zum Denkmal gehörig die verputzte Mauer (möglicherweise der Vorgängerbebauung) im Westen und Süden, sowie das Teilstück im Osten des Grundstücks (im Süden Durchgang zur Elendskirche, dem ehemaligen Friedhof und zur Schönstatt-Kapelle). Im Innern original: Kunststeinplatten-Bodenbelag, Metallgeländer mit Blendhölzern und Holzhandlauf.

Das Wohnhaus Spielmannsgasse 12, für die Frauen von Schönstatt erbaut ("Haus Regia"), ist integraler Bestandteil einer hauptsächlich nach Plänen von Karl Band einheitlich konzipierten Gruppe von Gemeindebauten um St. Johann Baptist (Spielmannsgasse) und die sogenannte Elendskirche (An St. Katharinen). Die Sakralbauten gehören zu dem im Mittelalter entstandenen Kirchenbezirk im Süden der Altstadt, nahe des Rheins (heutige Begrenzung: Spielmannsgasse im Norden, Arnold-von-Siegen-Straße im Osten, An St. Katharinen im Süden und Severinstraße im Westen). Im Zweiten Weltkrieg wurde das Viertel zum größten Teil zerstört.

Das Wohnhaus Spielmannsgasse 12 weist zu zwei sich westlich anschließenden Wohnhauseinheiten (sowie zu Spielmannsgasse 16) gestalterische Parallen auf, die die einheitliche planerische Konzeption der Bebauung belegen: identische Firsthöhe, Satteldach, Backsteinfassaden mit akzentuierenden Sichtbetonelementen bestimmen die Gestalt der Baukörper. Das Gebäude gehört somit untrennbar zu der genannten Baugruppe und dem städtebaulichen Ensemble um die Elendskirche und St. Johann Baptist dazu. Es strebt trotz seiner neuzeitlichen architektonischen Gestaltung, eine Synthese von Alt (Sakralbauten) und Neu an.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0