Wohnhaus

Holweider Straße 118 · Mülheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7121
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Holweider Straße 118, 51065 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 28.04.1994
Stadtteil Mülheim

Um 1890 erbaut; 4 Geschosse; 3 Achsen; Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance, EG mit Fugenschnitt, Konsoldachgesims; Hauseingang in rechter Achse, Haustür erneuert; rechteckige Fensteröffnungen; Fenster erneuert. Rückseite: gestrichene Backsteinfassade, Hoftür und Fenster erneuert; viergeschossiger gestrichener Backsteinanbau mit erneuerten Fenstern; Einfriedungsmauern aus Backstein. Im Inneren original erhalten: Holztreppe (Stufen neu belegt) bis zum Dachboden, mit gedrechseltem Geländer und Zwischenpfosten; Wohnungsgrundrisse; Dachstuhl.

Die Entwicklung Mülheims blieb bis in die 2. Hälfte des 18. Jh. auf das Gebiet zwischen Rhein und Wallstraße mit der Mülheimer Freiheit als Hauptstraße beschränkt. Seit etwa 1870 entwickelte sich die Kleinstadt Mülheim, die erst 1914 nach Köln eingemeindet wurde, rasch zur großindustriell geprägten Mittelstadt, nachdem u. a. durch die Anlage von Eisenbahnlinien die Ansiedlung von Industriebetrieben am Rande des historischen Ortskerns begünstigt worden war. Der Bevölkerungszuwachs infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs führte in der unmittelbaren Umgebung der Fabriken rasch zur Bebauung mit Wohnhäusern. Im Bereich südlich des Carlswerkes entstanden an den ehemaligen Landstraßen Bergisch-Gladbacher und Holweider Straße schlichte viergeschossige Mietstockwerkbauten für Bewohner unterer Einkommensschichten. An der Holweider Straße ist mit den Häusern Nr. 118-120 und 124-130 ein Ensemble erhalten, das diese gründerzeitliche Erstbebauung und das ursprüngliche Erscheinungsbild der Straße mit sparsam stuckdekorierten Fassaden dokumentiert. Das o.g. Objekt, dessen Gliederungsdetails dem des Nachbarhauses Nr. 120 entsprechen, ist als wesentlicher Bestandteil der historischen Häuserzeile umverzichtbar und unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0