Siedlung "Göttersiedlung"
Wodanstraße 13 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7251 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Siedlung "Göttersiedlung" |
| Adresse | Wodanstraße 13, 51107 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.10.1994 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
Um 1925 erbaut; Teil der "Göttersiedlung"; Doppelhaushälfte mit Tordurchfahrt zur Heimdallstraße; 2 Geschosse, Walmdach; zur Wodanstraße hin 2 Achsen; Putzfassaden mit Gliederungen im Heimatstil; im EG originales dreiseitiges Erkerfenster und 2 kleine rechteckige Fensteröffnungen mit originalen Gittern, im OG sprossenverglaster Wintergarten aus Metall (im Inneren teilweise durch Mauerwerk geschlossen) und 1 rundbogige Fensteröffnung mit Klappläden, Fenster original; Seitenfassade mit rundbogigem Hauseingang über doppelläufiger Freitreppe mit originalem Metallgeländer, Putzrahmung des Hauseingangs, Haustür original, 2 flankierende Rundfenster im EG mit originalen Gittern und Rundbogenfenster im OG einschließlich Klappläden original; Rückseite: 4 Achsen, im OG 3 Rundbogenfensteröffnungen mit Klappläden, Fenster in EG und OG erneuert, 2 Dachgaubenfenster original, erneuerte Terrasse, originale Kellertür und -treppe mit erneuertem Geländer. Bestandteil des Denkmals ist der zum Haustyp gehörige Vorgarten mit originaler, an der Ecke gerundeter Einfriedungsmauer und der rückwärtige Garten. Nicht Bestandteil des Denkmals ist die neuere seitliche Garage. Im Inneren original erhalten: Holztreppen zu OG und Dachgeschoß mit hölzernem Handlauf bzw. Geländer, Zimmertüren im OG, im EG teilweise mit nachträglicher Verglasung, im Bad Keramikwandfliesen (weiß mit blauer Abschlußkante).
Das Haus Wodanstr. 13 ist integraler Bestandteil des Ensembles "Göttersiedlung", die zwischen 1920 und 1938/39 für Bewohner des Mittelstandes durch die Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft Eigenheim "Königsforst" errichtet wurde. Die unter dem Einfluß der Gartenstadtbewegung nach einheitlichem städtebaulichem Plan entstandene Wohnsiedlung dokumentiert zum einen die Entwicklung des Dorfes Rath zum Wohnvorort Kölns nach der Eingemeindung im Jahre 1914. Sie spiegelt gleichzeitig die städtische Siedlungspolitik wider, die infolge der Aufgliederung der Stadt in Funktionsbereiche zunehmend die Verlagerung der Wohnbereiche aus der Kölner Innenstadt in die Außenbezirke betrieb. Die Bebauung im weitgehend rechtwinklig angelegten Straßensystem erfolgte mit ein- bis zweigeschossigen Einfamilienhäusern in Form von unterschiedlich geprägten Doppel- und Einzelhäusern mit großen Gärten. Die Häuser, die nach der Erstellung durch die Genossenschaft, teilweise unter Berücksichtigung der Wünsche der späteren Eigentümer, in Privatbesitz übergingen, zeichnen sich durch übereinstimmenden Baustil aus. Es handelt sich um einen Heimatstil städtischer Prägung, dessen Gestaltungsmerkmale - vorkragende Dächer und Sprossenfenster mit Schlagläden - zum einen den architektonischen Bezug zur topographischen Lage am Rand des Bergischen Landes herstellen, zum anderen eine Orientierung am Vorbild bürgerlicher Villen erkennen lassen und damit das Repräsentationsbedürfnis der Eigenheimbesitzer spiegeln. Die Wodanstraße gehört zum älteren Bauabschnitt der 20er Jahre, in dem das Doppelhaus dominiert, und ist gekennzeichnet durch einige verschiedene Haustypen, die teils expressionistische, häufiger barocke Elemente aufweisen. Etwa ab Straßenmitte an der Kreuzung Freyastraße setzt sich ein schlichter zweigeschossiger Haustyp durch. Das Doppelhaus Wodanstr. 13/15 ist insofern eine Einzelerscheinung, als es mit seiner Tordurchfahrt die Heimdallstraße überbaut und zusammen mit den durch einen Torbogen verbundenen Häusern Heimdallstr. 5 und 6 die Eingangssituation zur Siedlung kennzeichnet. Der Bauform nach ist das Gebäude den eher schlichten zweigeschossigen Häusern im unteren Straßenbereich vergleichbar; hinsichtlich der Details mit rundbogigen Tür- und Fensteröffnungen ist es am giebelständigen Typ mit Satteldach orientiert. Innerhalb der als Gartenstadt angelegten Siedlung gehören zum Typus der Häuser als wesentliche Bestandteile auch die umgebenden begrünten Flächen - hier der original eingefriedete Vorgarten und der rückwärtige Garten. Dank seines im wesentlichen unveränderten Erscheinungsbildes trägt das o. g. Objekt zur Veranschaulichung der städtebaulichen Einheit der "Göttersiedlung" bei, die ein in Köln einzigartiges Beispiel verschiedener architektonischer Lösungen des Einfamilienhauses im Siedlungsbau der 20er Jahre darstellt, deren Häuser als Zeitdokumente und Denkmäler unbedingt zu erhalten sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0