Siedlung "Göttersiedlung"
Wodanstraße 43 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7350 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Siedlung "Göttersiedlung" |
| Adresse | Wodanstraße 43, 51107 Köln |
| Baujahr | 1927 bis 1928 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.01.1995 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
1927/28 erbaut; Architekten: Pasmann & Bonn (?); Teil der "Göttersiedlung"; Bestandteil einer Dreierhausgruppe an der Ecke zur Freyastraße; 2 Geschosse und ausgebautes Walmdach, originales Gaubenband mit 3 Fenstern; Putzfassade mit leichter Vorkragung des OG, Dachgesims; straßenseitig 2 Achsen, axialsymmetrischer Aufbau zum Nachbarhaus Nr. 41; Hauseingang in linker Achse mit durchgehender Gesimsverdachung zu Nr. 41; Haustür original, Außentreppe mit abgetreppten seitlichen Brüstungsmauern mit originalem Metallgeländer; rechteckige Fensteröffnungen mit Sohlbankgesimsen, Fenster original, originale Klappläden im OG. Rückseite: Putzfassade, rechteckige Fensteröffnungen, Fenster original, Klappläden. Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten mit teilweise originaler Einfriedung (Mauersockel und Pfeiler) sowie der zum Haustyp gehörige rückwärtige Garten.
Das Haus Wodanstr. 43 ist integraler Bestandteil des Ensembles "Göttersiedlung", die zwischen 1920 und 1938/39 für Bewohner des Mittelstandes durch die Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft Eigenheim "Königsforst" errichtet wurde. Die unter dem Einfluß der Gartenstadtbewegung nach einheitlichem städtebaulichem Plan entstandene Wohnsiedlung dokumentiert zum einen die Entwicklung des Dorfes Rath zum Wohnvorort Kölns nach der Eingemeindung im Jahre 1914. Sie spiegelt gleichzeitig die städtische Siedlungspolitik wider, die infolge der Aufgliederung der Stadt in Funktionsbereiche zunehmend die Verlagerung der Wohnbereiche aus der Kölner Innenstadt in die Außenbezirke betrieb. Die Bebauung im weitgehend rechtwinklig angelegten Straßensystem erfolgte mit ein- bis zweigeschossigen Einfamilienhäusern in Form von unterschiedlich geprägten Doppel- und Einzelhäusern mit großen Gärten. Die Häuser, die nach der Erstellung durch die Genossenschaft, teilweise unter Berücksichtigung der Wünsche der späteren Eigentümer, in Privatbesitz übergingen, zeichnen sich durch übereinstimmenden Baustil aus. Es handelt sich um einen Heimatstil städtischer Prägung, dessen Gestaltungsmerkmale - vorkragende Dächer und Sprossenfenster mit Schlagläden - zum einen den architektonischen Bezug zur topographischen Lage am Rand des Bergischen Landes herstellen, zum anderen eine Orientierung am Vorbild bürgerlicher Villen erkennen lassen und damit das Repräsentationsbedürfnis der Eigenheimbesitzer spiegeln. Die Wodanstraße gehört zum älteren Bauabschnitt der 20er Jahre, in dem das Doppelhaus dominiert, und ist gekennzeichnet durch einige verschiedene Haustypen, die teils expressionistische, häufiger barocke Elemente aufweisen. Etwa ab Straßenmitte an der Kreuzung Freyastraße setzt sich ein schlichter zweigeschossiger Haustyp durch. Zu dieser sachlich geprägten Bebauung, die in der Kubatur und im Detail von geometrischer Formgebung bestimmt ist, gehört auch das Haus Wodanstr. 43, das im baulichen Verband einer Dreierhausgruppe mit Wodanstr. 41 und 45 im Eckbereich zur Freyastraße den Kreuzungsbereich wesentlich prägt. Innerhalb der als Gartenstadt angelegten Siedlung gehören zum Typus der Häuser als wesentliche Bestandteile auch die umgebenden begrünten Flächen - der Vorgarten mit seiner teilweise originalen Einfriedung und der rückwärtige Garten. Dank seines nahezu unveränderten Erscheinungsbildes trägt das o. g. Objekt zur Veranschaulichung der städtebaulichen Einheit der "Göttersiedlung" bei, die ein in Köln einzigartiges Beispiel verschiedener architektonischer Lösungen des Einfamilienhauses im Siedlungsbau der 20er Jahre darstellt, deren Häuser als Zeitdokumente und Denkmäler unbedingt zu erhalten sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0