Wohnhaus

Platenstraße 5 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7420
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Platenstraße 5, 50825 Köln
Baujahrum 1900 bis 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 06.03.1995
Stadtteil Ehrenfeld

Erbaut um 1900/05; 3 Geschosse, ausgebautes Satteldachgeschoß mit 4 originalen Gauben; 3 Achsen; Eingang im rechten EG-Bereich; gelbe Backsteinfassade mit Stuckgliederung im Stil der Neorenaissance und Neogotik; EG im linken Bereich durch Wohnnutzung (mit separater Tür) verändert; originale gekoppelte Fenster im 1. und 2. OG der linken und mittleren Hausachse; EG-Fenster und Fenster der rechten Achse verändert (20er Jahre ?); Eingangstür erneuert; Rückfront: backsteinsichtig (roter Backstein mit horizontaler Gliederung mittels gelber Backsteinlagen); 4 Achsen; stichbogenförmige Fensteröffnungen; originale Fenster im 1. OG links, im Treppenhaus, im 2. OG rechts; in der linken Achse originale Dachgaube; Innen original: ornamentierter Boden- fliesen im Treppenhaus (z. T. stark beschädigt); hölzerne Treppenanlage mit Antrittspfosten; WC-Türen; Wohnungseingangstüren: 1. OG links, 2. OG links und rechts; Dachgeschoß links; abgehängte Decken, darunter teilweise Stuck erhalten; Keller mit preußischen Kappen; Bestandteil des Denkmals ist auch die hofseitige Einfassungsmauer.

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wird der südlich der Köln-Aachener Bahnlinie liegende Teil Ehrenfelds zu klein, so daß die Entwicklung nördlich der Bahntrasse vorangetrieben wird. Bereits 1872 hatte der Grundstücks- und Ziegeleibesitzer Julius Harff die Senefelder Straße als erste Querstraße dieses neuen Wohnbereiches angelegt. Es folgte u. a. die Platenstraße und als Querverbindung die Marienstraße. Die Platenstraße wurde nach und nach bebaut, wobei insbesondere der Abschnitt zwischen Venloer und Marienstraße durch die unterschiedlichsten Haustypen geprägt ist und ein heterogenes Erscheinungsbild bietet. Das o. g. Objekt setzt in diesem Zusammenhang einen markanten Akzent als Anfangspunkt einer geschlossenen Bebauung, die sich von der kleinteiligen Architektur der Platenstraße im Bereich der Venloer Straße abhebt und quasi zur homogenen Bebauung jenseits der Marienstraße überleitet. Die strenge Fassadengliederung und die zeittypischen, sparsam eingesetzten Schmuckelemente weisen das o. g. Objekt als Dokument der ursprünglichen Bebauung der Platenstraße aus, welches unbedingt zu erhalten ist.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0