Wohnhaus
Schneewittchenweg 7 · Holweide
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7754 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Schneewittchenweg 7, 51067 Köln |
| Baujahr | 1920er Jahre |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.01.1996 |
| Stadtteil | Holweide |
Ein- bzw. zweigeschossiges Gebäude mit leicht abgeschlepptem Satteldach; dreiteilig gegliedertes Gebäude, als Teil einer Hauszeile gleichartiger Baueinheiten (Nr. 1-15); schlichte Putzfassade ohne Dekor; 3 Achsen mit charakteristischer Aufteilung: in der rechten Achse wird das EG im OG turmartig überhöht und mit einem flachen Zeltdach bekrönt; Mittelachse mit Rundbogeneingang; in der linken Achse befindet sich ein zweigeschossiges, leicht zurückversetztes Gebäudeteil mit Garagentor im EG.
Die Einfriedung ist Bestandteil des Denkmals. Das Garagentor und das Aussenmauerwerk des 1.OG der linken Achse sind nicht Bestandteil des Denkmals.
Das o.g. Objekt ist bedeutend für die Ortsgeschichte von Holweide, da es ein integraler Bestandteil eines großen, noch weitgehend erhaltenen Siedlungskomplexes, der sogenannten "Märchensiedlung", ist. Die Märchensiedlung wurde in den 20er Jahren nach den Plänen der Architekten Manfred Faber, bzw. Wilhelm Riphahn für eine in der nahen Großstadt Köln beschäftigte Bevölkerung - vornehmlich Beamte - errichtet. Anhand dieser großangelegten Planung wird der Umwandlungsprozeß des einstigen Dorfes Holweide zu einem Vorort Kölns dokumentiert.
Die Märchensiedlung war in der Absicht entworfen und gebaut worden, ein Wohngebiet mit in sich geschlossenem ländlich romantischem Charakter einer Kleinstadt im Grünen zu schaffen. Damit stellt die gesamte Anlage ein hervorragendes Beispiel für die Verwirklichung der in den 20er Jahren aktuellen "Gartenstadt"-Vorstellung, die der Tradition der Idee einer heimatlich-romantischen "Idealsdtadt" verpflichtet ist, dar. Diese "Gartenstadt" zeichnet sich durch unregelmäßig angelegte, scheinbar organisch gewachsene Straßenzüge, einen "Dorfplatz" und malerische Gruppierungen von Einfamilienbauten mit Vorgärten (Gartenpfosten, Lattenzäune, Hekken) und große rückwärtige Zier- und Nutzgärten aus.
Innerhalb dieser Gesamtplanung dokumentiert das o.g. Objekt einen bestimmten Haustyp, der mit Abwandlungen als Reihenhaus in der ganzen Siedlung immer wieder anzutreffen ist. Die Aneinanderreihung gleichartiger, bzw. ähnlich gestalteter Baueinheiten ist dabei dem in den 20er Jahren am "Bauhaus" entwickeltem Baukastenprinzip verpflichtet. Danach entstehen je nach Bedarf zwei-, drei- und mehrteilige Hauszellen mit ähnlicher Gesamterscheinung.
Als integraler Bestandteil der "Märchensiedlung" dokumentiert das o.g. Objekt einen bestimmten, den Gesamteindruck der Siedlung prägenden Haustypus und ist unverzichtbar für das Gesamtverständnis der Siedlung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0