Wohnhaus
Stammheimer Hauptstraße 58 · Stammheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7762 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Stammheimer Hauptstraße 58, 51061 Köln |
| Baujahr | 2. Hälfte 19. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.01.1996 |
| Stadtteil | Stammheim |
Erbaut 2. Hälfte 19. Jh.; Vorderhaus mit Seitenflügel, Anbau und Teile eines kleinen Stallgebäudes (Fachwerkkonstruktion).
Fassade: 2 Geschosse, Satteldach (grundstücksbedingt eigentümlicher Firstverlauf, nicht parallel zur Bauflucht); 3 Achsen (Eingang links); Backsteinfassade: gelber Backstein mit Gliederung in rotem Backstein (Gesimse und Fenstergewände mit Formsteinen); Fenster/Vergitterungen/Eingangstür erneuert.
Giebelwände: verputzt; zwei, bzw. drei kleinformatige Fensteröffnungen im DG-Bereich.
Rückfront: Vorderhaus: zweiachsig; verputzt; stichbogenförmige Fensteröffnungen; Fenster erneuert; Schlagläden im EG (erneuert); Seitenflügel: zweigeschossig, Pultdach; über eingezogenes Treppenhaus (1 Achse; Hoftür/Fenster erneuert) an das Vorderhaus angeschlossen; Fassade geschlämmt; 2 Fensteröffnungen im EG, ein Fenster im OG; Fenster erneuert.
Innen original: Bodenfliesen mit Bordüre (Mäandermuster) im Vorflur/Treppenhaus-EG; hölzerne Treppenanlage: Antrittspfosten, Geländerstäbe, Handlauf, Kellerwange; Keller mit gemauerten preußischen Kappen (z.T. verputzt); Türen: EG: eine im Vorflur (mit Laibung), drei weitere mit kassettierten Laibungen im Vorderhaus, eine im Seitenflügel; 1.OG: 3 Zimmertüren im Vorderhaus, eine im Seitenflügel; DG: 3 Zimmertüren; Grundrisse.
Anbau: eingeschossig anschließend an die Stirnseite des Seitenflügels; 3 Achsen; Pultdach; backsteinsichtig (weiß gestrichen).
Stallgebäude: Teile eines Fachwerkständerbaus mit ausgemauerten Ausfachungen; Pultdach; ein Teil des Gebäudes besteht nicht mehr (Abriß um 1930).
Veränderungen: Einbau eines Badezimmers im DG des Vorderhauses.
Bestandteil des Denkmals ist auch die Grünfläche auf dem rückwärtigen Teil der Parzelle, das als Reststück die ehemals landwirtschaftliche Nutzung veranschaulicht.
Baugeschichtlich aussagefähig ist das zweigeschossige, backsteinsichtige Traufenhaus als typisches Beispiel der dörflich geprägten, kleinteiligen Bebauung. Die gelbe Backsteinfassade wird horizontal durch Stockwerks-, Sohlbank-, Drempel- und Traufgesims in rotem Backstein (z.T. Formsteine) klar gegliedert und die segmentbogenförmigen Fensteröffnungen durch Formsteine leicht betont.
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das o.g. Objekt, da es als ländlicher Wohnbau Zeugnis ablegt von der älteren dörflichen Struktur Stammheims. Im Jahre 959 erstmals urkundlich erwähnt, gelangte Stammheim 1914 durch Eingemeindung nach Köln. Außer dem Schloßpark und dem Kirchengelände der Pfarrkirche St. Mariä Geburt mit seinen unterschiedlich alten Bauteilen sind nur wenige historische Bauten erhalten, vorwiegend an der Stammheimer Hauptstraße. Diese dörfliche Bebauung ist durch kleinere, schlichte Putzbauten, Fachwerkhäuser und einige Backsteinbauten charakterisiert.
Städtebaulich bemerkenswert ist das Objekt als Bestandteil eines fast lückenlos erhaltenen Straßenensembles, das als maßstabgerechte Umgebung zur katholischen Pfarrkirche St. Mariä Geburt die Siedlungsgeschichte Stammheims anschaulich und erlebbar macht. In diesem Zusammenhang ist das o.g., in fast allen wesentlichen Merkmalen erhaltene Objekt prägend für die unmittelbare Umgebung der Kirche an der ältesten Dorfstraße Stammheims und daher unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0