Wohnhaus

Abshofstraße 1 · Kalk

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7884
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Abshofstraße 1, 51109 Köln
Baujahr19. Jahrhundert
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 17.06.1996
Stadtteil Kalk

19. Jhdt. erbaut, Datierung auf Schild ("ANNO 1652") nicht belegt; giebelständiges, eingeschossiges Fachwerkhaus mit seitlichem Backstein- und rückseitigem Fachwerkanbau.

Giebelfront im EG aus Backstein mit 3 segmentbogigen Fensteröffnungen (neue Fenster ungegliedert), Giebeldreieck aus Fachwerk; südöstliche Seitenfassade aus Fachwerk, in einem Gefach Glasbausteine, ansonsten Backsteingefache, ebenso die vorspringende Rahmung der Haustür (Anf. 20. Jhdt.), Türen und Fenster neu; nordwestliche Seitenfassade verschiefert; Dach neue gedeckt, Dachgauben neu.

Innen vollständig erneuert, alt noch die massiven Innenwände zum ehemaligen Stall und zum seitlichen Anbau (neue Durchbrüche), die Balkendecke (Lehmwickel herausgeschlagen) und der Keller mit Längstonnengewölbe (nachträglich zur Straße erweitert).

Keimzelle Merheims ist der bereits für das 11. Jahrhundert belegte Frohnhof (neu erbaut um 1775) und die zugehörige Eigenkirche St. Gereon, aus der sich die heutige, 1820/21 neu errichtete Pfarrkirche entwickelte. Östlich des Hofes entstand das Dorf Merheim an der Ostheimer-, Rüdiger- und Abshofstraße. In städtebaulich exponierter Lage an der Kreuzung Abshofstr./Ostmerheimer Str. steht das Haus Abshofstr. 1, das zugleich den nördlichen Rand des alten Dorfes markiert. Das Haus ist eines von nur noch vier erhaltenen Altbauten an der Abshofstraße und belegt die ursprüngliche Bebauung dieses Dorfbereiches mit kleinen, im Laufe der Zeit erweiterten Landarbeiterhäusern. Beeintächtigt wird die Erscheinung des Hauses durch ein über Eck angebautes, modernes Wohnhaus und die Überdachung des hinteren Teils der seitlichen Einfahrt. Dennoch kommt dem Gebäude als einem der letzten Zeugnisse der dörflichen Bau- und Sozialstruktur eine wesentliche Bedeutung zu. Daher ist seine Erhaltung unbedingt notwendig.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0