Wohnhaus
Pauliplatz 2 · Braunsfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8015 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Pauliplatz 2, 50939 Köln |
| Baujahr | 1923 bis 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 15.11.1996 |
| Stadtteil | Braunsfeld |
Erbaut 1923-25; Architekt: Goswin Baumhögger; Wiederaufbau 1952/53; Architekt: Erich A. Meier; Bestandteil einer einheitlich gestalteten Wohnhausgruppe (Pauliplatz 1-3a/Paulistr. 1-11); Fassade: Putzfassade; 2 Geschosse, ausgebautes Mansarddach (abgeschleppt); 2 Achsen (Eingang links); scharrierter Kellersockel; Abgrenzung EG/OG durch profiliertes Gurtgesims (bildet Sockel des Balkongeländers); OG zurückgestuft (Balkon über gesamte Hausbreite); Fenster und Fenstertür im 1.OG mit Klappläden; oberer Fassadenabschluß durch breites karnies- und hohlkehlenförmiges Traufgesims; im EG kraftvoll auskragende Eingangsüberdachung (konsolgestützt); Fenster (Metallfenster im EG, sprossierte Holzfenster im OG) und Eingangstür (Holz, teilverglast, schmiedeeiserne Vergitterung) erneuert.
Rückfront: Neugestaltung des 50er-Jahre-Wiederaufbaus; verputzt; 2 Achsen; links vorgestuft (EG, OG, DG); große Fenstertüren (mit Schlagläden) im EG ; EG-Terrasse (mit Bruchstein belegt, Freitreppe zum Garten) und OG-Balkon gleichförmig rund ausschwingend; Fenster, Fenstertüren und Schlagläden im Zuge des Wiederaufbaus erneuert.
Innenausstattung: das Innere wurde 1952/53 verändert wiederaufgebaut; erhalten geblieben sind: Kellerräume und -decke, die Fassade und Giebelwände; 50er-Jahre-Ausstattung: Solnhofener Platten in der Diele, aufwendig gearbeitete Holztreppe (zusätzliche OG-Erschließung vom Wohnraum aus) mit integrierter halbrunder Tür, Parkett im Wohnraum, Zimmertüren (teilweise verglast), Einbauschränke im EG/OG (Schlafzimmer), riemchenverblendeter Kamin (EG-Wohnraum).
Bestandteile des Denkmals sind auch die in den 50er Jahren wieder aufgebauten Teile des Gebäudes von hoher gestalterischer Qualität und der kleine rückwärtige Garten.
In der Besiedlungsgeschichte des vormals von schlichten Arbeiterhäusern bestimmten Vorortes Braunsfeld setzt mit der Anlegung des Stadtwaldes in den Jahren 1895 - 98 eine Wende in Bezug auf den Charakter des Vorortes zu einer Bebauung mit Villen und großbürgerlichen Mehrfamilienhäusern ein. Als wesentlicher Bestandteil der Originalbebauung gewinnt das o. g. Objekt ortsgeschichtliche Bedeutung für die Menschen in Köln-Braunsfeld.
Als Teil einer geschlossenen, gestalterisch einheitlichen Bauzeile, die sich um den 1914/15 angelegten Pauliplatz gruppiert, gehört das o.g. Ojbekt zu einem Denkmalensemble aus einer zwei- bis dreigeschossigen Wohnhausgruppe (Pauliplatz Nr. 1-3a; Paulistr. 1-11) mit Balkonen, Putzfassaden und Stuckgliederungen, zu der auch die Gebäude Paulistr. 34-46, die 1914 von Fritz Klein entworfen wurden, zu zählen sind. Die von der Gartenstadtidee inspirierte Bebauung um den Pauliplatz, die weitgehend im alten Stil erhalten ist, stellt städtebaulich ein mustergültiges Beispiel der 10er und 20er Jahre-Architektur dar, durch die der Stadtteil Braunsfeld im Bereich zwischen Maarweg, Aachener, Peter-vonFliesteden- und Stolberger Straße maßgeblich geprägt wird.
Das im Krieg schwer beschädigte Haus wurde in den frühen 50er Jahren zeitgemäß wiederaufgebaut, wobei die Straßenfront, die als integraler Bestandteil einer einheitlichen Bebauung platzbildprägende Wirkung hat, unverändert gegenüber dem ursprünglichen Erscheinungsbild blieb. Das Innere und die Rückfront hingegen erfuhren eine gestalterisch qualitätvolle Umgestaltung, die als Dokument der frühen Wiederaufbauphase das Baudenkmal im zeitlichen Verlauf kennzeichnet.
So wird das o.g. Objekt unverzichtbares bauliches Dokument sowohl für die frühe Ausbauphase Braunsfelds, als auch für den Wiedeaufbauwillen unter Berücksichtigung der erhaltenen historischer Bausubstanz.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0