Wohnhaus
Pauliplatz 3 · Braunsfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8068 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Pauliplatz 3, 50939 Köln |
| Baujahr | 1923 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.03.1997 |
| Stadtteil | Braunsfeld |
Erbaut 1923; Architekt: Goswin Baumhögger; Bestandteil einer einheitlich gestalteten Wohnhausgruppe (Pauliplatz 1-3a/Paulistr. 1-11) im Heimatstil mit expressionistischen Zügen; Fassade: Putzfassade mit scharriertem Kellersockel; 4 Achsen; Eingangsachse (rechts) zurückgestuft; aufwendig gestalteter Eingang (säulengestützte Verdachung und profilierte Eingangsrahmung mit Ornamenten, originale Eingangstür); risalitartiger Hauptbau (dreiachsig) mit hohem Giebelfeld; Horizontalgliederung durch profiliertes OG-Gesims; Fensteröffnungen im EG und OG verändert (scharrierte Laibungen und Sohlbänke entfernt); DG mit rundbogigen Drillingsfenstern (profilierte Rahmung, Wandflächen mit Ornament); Rundbogenfenster im Spitzbodenbereich; in der Substanz originale Gaube mit Giebel rechts; Fenster erneuert (Kastenfenster im EG und OG).
Rückfront: verputzt; Mansarddach; Vorbau im EG rechts; scharrierte Fensterlaibungen; Fenster und Fenstertüren erneuert; Terrasse und Gartentreppe mit originalem Metallgeländer (Handlauf teilweise repariert); Terrazzobelag der Terrasse vermutlich original (eventuell in den 50er Jahren erneuert).
Innen original: Grundrisse (außer Badezimmervergrößerung DG); Treppenhaus: hölzerne Wandverkleidung (teilweise nach dem Krieg erneuert, in Anpassung an die Originalverkleidung); Holztreppe mit zwei Antrittspfosten, Geländer und Handlauf; Heizungsverkleidung; EG: Gartenzimmer mit aufwendiger Stukkatur; Straßenzimmer mit Mittelrosette; Zimmertüren (Beschläge erneuert); verglaste Schiebetür; Heizungsverkleidung im Straßenzimmer; OG: alle Zimmerdecken mit Stuckkehlen; ein Straßenraum mit Rosette und kantiger Ornamentierung.
Veränderungen: Dachstuhl erneuert (Kriegsschaden); Treppe in den Spitzbodenbereich erneuert; Spitzbodenausbau.
Bestandteile des Denkmals sind auch die Terrasse und der rückwärtige Garten.
In der Besiedlungsgeschichte des vormals von schlichten Arbeiterhäusern bestimmten Vorortes Braunsfeld setzt mit der Anlegung des Stadtwaldes in den Jahren 1895 - 98 eine Wende in Bezug auf den Charakter des Vorortes zu einer Bebauung von Villen und großbürgerlichen Merhfamilienhäusern ein. Als wesentlicher Bestandteil der Originalbebauung gewinnt das o. g. Objekt ortsgeschichtliche Bedeutung für die Menschen in Köln-Braunsfeld.
Als Teil einer geschlossenen, gestalterisch einheitlichen Bauzeile, die sich um den 1914/15 angelegten Pauliplatz gruppiert, gehört das o.g. Ojbekt zu einem Denkmalensemble aus einer zwei- bis dreigeschossigen Wohnhausgruppe (Pauliplatz Nr. 1-3a; Paulistr. 1-11) mit Balkonen, Putzfassaden und Stuckgliederungen, zu der auch die Gebäude Paulistr. 34-46, die 1914 von Fritz Klein entworfen wurden, zu zählen sind. Die von der Gartenstadtideen inspirierte Bebauung um den Pauliplatz, die weitgehend im alten Stil erhalten ist, stellt städtebaulich ein mustergültiges Beispiel der 10er und 20er Jahre-Architektur dar, durch die der Stadtteil Braunsfeld im Bereich zwischen Maarweg, Aachener, Peter-vonFliesteden- und Stolberger Straße maßgeblich geprägt wird.
Als unverzichtbares bauliches Dokument dieser Ausbauphase ist das o.g. Objekt als integraler Bestandteil einer umfangreichen Planung unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0