Wohnhaus

In der Hütte 3 · Holweide

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_8129
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse In der Hütte 3, 51067 Köln
Baujahrum 1800
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 21.08.1997
Stadtteil Holweide

Erbaut um 1800 auf rechteckigem Grundriß. 2 Geschosse, Krüppelwalmdach, EG Backsteinmauerwerk, OG und Giebelflächen Fachwerk.

Südseite (Eingangsseite): Eingangstür leicht rechts von der Hausmitte (davor geschlossener Windfang angebaut), zu beiden Seiten der Tür ein Fenster (Kunststoffenster), frühere linke Stalltür heute vermauert. Im OG zwei Holzfenster, im Dach kleines Dachflächenfenster.

Ostseite: Im EG zwei Fenster (Kunststoff), dazwischen ein Maueranker, teilweise Angeln für Schlagläden erhalten, Fensterbänke verputzt und blechverkleidet, im OG zwei Fenster (Holz), in Giebelfläche ein Fenster (Giebelfläche mit Kunstschiefer verkleidet).

Nordseite: im EG und OG je ein Fenster, rechts Anbau, (OG gedämmt, ganze Seite kunstschieferverkleidet).

Westseite: späterer eingeschossiger Anbau mit Flachdach, im OG zwei spätere Öffnungen eingebrochen, im Fachwerk der Giebelfläche ein ursprüngliches Fenster.

Bestandteil des Denkmals ist auch der umgebende Garten als ursprünglicher Nutzgarten des Hauses. Nicht zum Denkmal gehörig ist der spätere Anbau an der Westseite des Hauses.

Der heutige Kölner Stadtteil Holweide entstand erst 1910 durch Zusammenlegung der Dörfer Holweide, Schweinheim, Wichheim und Schnellweide und wurde - nachdem die Dörfer vorher zu Merheim im Landkreis Mülheim gehört hatten - 1914 nach Köln eingemeindet. Die alten Dorfstraßen von Wichheim und Schweinheim (Wichheimer und Schweinheimer Straße) ziehen sich noch heute am Strunderbach entlang und verweisen mit einer Reihe von in ihrer Umgebung erhaltenen Fachwerk- und Backsteinbauten auf die dörfliche Bebauung und ihre Entwicklung in den vergangenen Jahrhunderten: unterschiedlich große Parzellen, offene, an Straße und Bach gereihte Bebauung, teilweise Bebauung auf zurückspringenden Parzellen.

Das in der äußeren Substanz sehr gut erhaltene Objekt ist im Gegensatz zu anderen erhaltenen kleineren Fachwerkbauten entlang der Schweinheimer Str. (Häuslerstellen) ein Kleinbauernhaus und liegt etwas abseits der Hauptstraße an der kleinen, sehr früh besiedelten Stichstraße "In der Hütte". Das Objekt ist bedeutendes und unverzichtbares Zeugnis für die Geschichte der Menschen, der bäuerlichen Produktion und der Besiedlung von Holweide und darüberhinaus ein selten gewordenes Beispiel eines ländlichen rheinischen Fachwerkhauses. Obwohl das Haus ein Stück von der Schweinheimer Str. zurückliegt hat es doch wichtige ortsbildprägende Funktion indem es von der Hauptstraße aus gut sichtbar ist.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0