Wohnhaus

In der Hütte 16 · Holweide

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_8180
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse In der Hütte 16, 51067 Köln
Baujahr1. Hälfte 19. Jahrhundert
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 16.10.1997
Stadtteil Holweide

Erbaut in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, traufständiges, zweistöckiges Fachwerkhaus mit Satteldach auf rechteckigem Grundriß, seitlichem Schuppen und Einfriedungsmauer.

Fassade: 2 Fensterachsen, querrechteckige Fensteröffnungen vermutlich in 20/30er Jahren auf dieses Format vergrößert (Kunststoffenster).

Eingangsseite: ( verändert durch rückwärtigen Anbau: rechte Dachneigung durch Einbeziehung des Anbaus abgeflacht.) EG Fachwerk, Haustür nach rechts verlegt (Kunststoff), an Stelle der alten Haustür Toiletteneinbau im Inneren mit Glasbausteinen. OG und Giebel kunstschieferverkleidet, im OG und Giebelbereich des alten Hauses zwei Fenster (Kunststoff im OG, Holz im Giebel). Vorplatz zwischen Haus und seitlichem Schuppen offen überdacht.

Rückseite (Norden): spätere Aufstockung und Erweiterung eines eingeschossigen Fachwerkanbaus, modern gemauert und verputzt.

Westseite: direkt angrenzendes Haus der 60er Jahre.

Innen original: zwei unabhängige, kleine (ca. 2x2m und 1,5x3m) gewölbte Backsteinkeller; Holztreppe zum OG, 2 Türlaibungen im EG, 2 Türblätter mit Laibungen im OG, Grundriß im OG größtenteils erhalten (Einbau eines Bades).

Bestandteil des Denkmals ist auch der umgebende Garten als ursprünglicher Nutzgarten, der hintere Backsteinschuppen und die zwischen Schuppen und Gartentor erhaltene westliche Einfriedungsmauer (neu verputzt).

Nicht zum Denkmal gehörig sind die offene Garage und der daran angrenzende Schuppen, sowie die rückwärtige Erweiterung des Hauses.

Der heutige Kölner Stadtteil Holweide entstand erst 1910 durch Zusammenlegung der Dörfer Holweide, Schweinheim, Wichheim und Schnellweide und wurde - nachdem die Dörfer vorher zu Merheim im Landkreis Mülheim gehört hatten - 1914 nach Köln eingemeindet. Die alten Dorfstraßen von Wichheim und Schweinheim (Wichheimer und Schweinheimer Straße) ziehen sich noch heute am Strunderbach entlang und verweisen mit einer Reihe von in ihrer Umgebung erhaltenen Fachwerk- und Backsteinbauten auf die dörfliche Bebauung und ihre Entwicklung in den vergangenen Jahrhunderten: unterschiedlich große Parzellen, offene, an Straße und Bach gereihte Bebauung, teilweise Bebauung auf zurückspringenden Parzellen.

Das am Ende der alten Stichstraße "In der Hütte" gelegene Haus Nr. 16 ist mit seiner breiten Fachwerkfassade bis zur Schweinheimer Straße sichtbar und hat für die noch heute mit der alten dörflichen Kleinbebauung besiedelten Straße ganz wichtige straßenbildprägende Funktion. Im Gegensatz zu den anspruchslosen Häuslerstellen in der Straße stellt das Objekt gemeinsam mit dem Haus Nr. 3 ein sehr viel aufwendigeres, zweigeschossiges Kleinbauernhaus dar.

Es ist somit wichtiges Zeugnis für die Siedlungsgeschichte der Menschen im ehemaligen Dorf Schweinheim, die sich selten so lückenlos wie in der Umgebung dieses Objektes ablesen läßt.

Trotz seiner rückwärtigen Veränderungen ist das Haus darüber hinaus auch ein sonst im Kölner Stadtgebiet selten gewordenes Beispiel eines ländlichen rheinischen Fachwerkhauses und daher unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0