Wohnhaus

Wichheimer Straße 32 · Buchheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_8196
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Wichheimer Straße 32, 51067 Köln
Baujahr1895
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 29.10.1997
Stadtteil Buchheim

Erbaut 1895; Dreifensterhaus, viergeschossig, mit rückwärtigem Anbau.

Straßenfassade: Backstein geschlämmt; 3 Achsen mit segmentbogigen Öffnungen (Haustür und Fenster erneuert), horizontale Schmuckelementen aus Backstein (u. a. Sohlbank-und Traufgesims), EG verändert (Sockel erneuert, Fenster umgebaut).

Rückseite und Anbau: backsteinsichtig (EG gestrichen), Stichbogenfenster (Kellerfenster mit originalem Gitter, übrige Fenster erneuert); Rückseite: 1 Achse und Dachgaube (erneuert); Anbau: 6 Achsen und in der Höhe gestaffelt, fünfgeschossiges Treppenhaus mit Hoftür (erneuert), viergeschossiger Toilettenbau mit Tür (innere original) auf das Dach des dreigeschossigen Wohntrakts mit originalen Blendfenster in rechter Achse.

Innen original: Bodenfliesen im Vestibül, Wohnungstür im EG, Holztreppe mit rundem Antrittspfosten, Stabgeländer und hölzernem Handlauf, Innentüren, Dielenböden (aufgedoppelt).

Bestandtteil des Denkmals ist auch der Hof (Boden erneuert) und der rückwärtige Garten (Weg erneuert, Zaun und Gartentor nachträglich) sowie die zwischen ihnen liegende Backsteinmauer mit Durchgang (Stufen erneuert).

Nicht Bestandteil des Denkmals ist der ein- bis zweigeschossige Anbau und der Schuppen im Garten.

Der heutige Kölner Stadtteil Buchheim, schon im Mittelalter erwähnt, gehörte im 19. Jahrhundert zum Landkreis Mülheim und wurde mit diesem 1914 nach Köln eingemeindet. Aufgrund der industriellen Entwicklung Mülheims entstanden im benachbarten Buchheim kurz vor der Jahrhundertwende zahlreiche Arbeiterwohnhäuser, von denen sich ein sehr umfangreiches Ensemble zu beiden Seiten der Wichheimer Straße erhalten hat.

Der von der Bergisch-Gladbacher Straße abzweigende Beginn der Wichheimer Straße zeigt bis zur Hausnummer 46 die vorzüglich erhaltene Bebauung der Jahrhundertwende und ist somit ein in seinem Umfang seltenes Zeugnis für die Geschichte der Menschen im rechtsrheinischen Köln. Das Objekt stellt mit seinen Nachbarhäusern und den erhaltenen Eckbauten zur Bergisch-Gladbacher Straße einen wichtigen städtebaulichen Akzent dar. Es ist ein typisches Beispiel für das Dreifensterhaus mit schlichter Backsteinfassade, wie sie auch die Nachbarhäuser Nr. 30 und 34 aufweisen. Das Haus Nr. 34 vermittelt durch seine etwas reichere Gestaltung (zweifarbige Backsteine und Formsteine) zu den Häusern mit Stuckfassade (Nr. 26 und 28), während sich zur linken Häuser mit gemischter Backstein-Putzfassade anschließen (Nr. 36-40). Die gegenüberliegenden Wohnhäuser (Nr. 5-27) weisen wiederum Backsteinfassaden auf. Das Ensemble ist damit ein gutes Beispiel für das gleichzeitige Nebeneinander ganz verschiedener Fassadengestaltungen.

Das Haus ist darüberhinaus ein wichtiges sozialhistorisches Zeugnis für die Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft um die Jahrhundertwende. Insofern kommt auch dem rückwärtigen Grünbereich ein besonderer Stellenwert zu, da er als Nutzgarten der Bewohner eine wichtige Ergänzung ihrer Ernährung darstellte.

Aus den o. g. Gründen ist das Haus Wichheimer Str. 32 unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0