Wohnhaus

Wichheimer Straße 28 · Buchheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7927
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Wichheimer Straße 28, 51067 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 01.08.1996
Stadtteil Buchheim

Erbaut um 1890; rechteckiger Grundriß, rückwärtiger Anbau. Fassade: 4 Geschosse, später ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, Satteldach (2 Gauben), Putzfassade mit Stuckgliederungen im Stil der Neorenaissance, Eingang links, originale Haustür erhalten (Oberlicht verändert), Fenster erneuert (Kunststoff). Rückfront: backsteinsichtig, 2 Achsen, (Dachgaube), Stichbogenfenster (erneuert, Kunststoff). Rechts 4- geschossiger Anbau, seitlich 3 Fensterachsen, Gartenseite ohne Fenster, Hoftür im Winkel beider Bauten (erneuert).

Innen original:schlichte Bodenfliesen und Deckenstuck im Vestibül, Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und betontem Antrittspfosten. Zum Teil Zimmertüren und Laibungen in den Wohnungen, Wohnungstüren im Haupthaus und Anbau verändert. Gewölbter Backsteinkeller mit Stichbogentonnen, hölzerne Kellertreppe.

Bestandtteil des Denkmals ist auch der rückwärtige Garten, der als ehemaliger Nutzgarten bis zum (heute unterirdisch verlaufendem) Faulbach reichte.

Der heutige Kölner Stadtteil Buchheim wurde schon im Mittelalter erwähnt, im 19. Jahrhundert gehörte er zum Landkreis Mülheim und wurde mit diesem 1914 nach Köln eingemeindet. Aufgrund der industriellen Entwicklung Mülheims entstanden im benachbarten Buchheim kurz vor der Jahrhundertwende zahlreiche Arbeiterwohnhäuser, von denen ein sehr umfangreiches Ensemble in der Wichheimer Straße auf beiden Straßenseiten erhalten ist. Der von der Bergisch-Gladbacher Straße abzweigende Beginn der Wichheimer Straße zeigt bis zur Hausnummer 46 die fast vollkommen erhaltene gründerzeitliche Bebauung und ist somit ein in seinem Umfang seltenes Zeugnis für die Geschichte der Menschen im rechtsrheinischen Köln. Das Objekt stellt mit seinen Nachbarhäusern und den erhaltenen Eckbauten zur Bergisch-Gladbacher Straße einen wichtigen städtebaulichen Akzent dar. Es ist typisches Beispiel für das Dreifensterhaus mit historistischer Stuckfassade, betonenswert ist für die eigentlich schlichte Gestaltung als Arbeiterwohnhaus das weit vorkragende, gestalterisch stark betonte Konsoltraufgesims, das zusammen mit dem ähnlichen Traufgesims des Nachbarhauses die Trauflinie der rechten Straßenseite überragt. Das Nachbarhaus Nr. 26 besitzt sehr ähnliche Stuckgliederungen der Neorenaissance, während die Nachbarhäuser zur Linken und die gegenüberliegende Häuserzeile Backsteinfassaden zeigen, wodurch das gleichzeitige Nebeneinander ganz verschiedener Fassadengestaltungen anschaulich wird. Somit ist das Haus Wichheimer Str. 28 ein wichtiges und unbedingt zu erhaltendes Baudenkmal in Köln.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0