Wohnhaus

Lützerathstraße 20 · Rath/Heumar

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_8248
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Lützerathstraße 20, 51107 Köln
Baujahr18. Jahrhundert
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 08.01.1998
Stadtteil Rath/Heumar

Erbaut in der zweiten Hälfte des 18.Jahrhundert.

Außenbau: Giebelständiges , zweigeschossiges Fachwerkgebäude; zwei Achsen, ziegelgedecktes straßenwärts abgewalmtes Satteldach, rückwärtiger eingeschossigen Anbau in Backstein mit Satteldach; (Fenster und Tür neu, die Eingangstür befindet sich in dem nachträglich angebauten Windfang auf der rechten Gebäudeseite).

Linke Gebäudeseite: rechtwinklig zur Gebäudemitte, halb aus dem Boden ragender Kelleranbau, Backsteintonne, außen verputzt (nachträglicher Eingang von der Gartenseite).

Rechte Gebäudeseite: zwei Achsen (mit nachträglichem Windfangvorbau).

Inneres: Der originale Grundriß ist noch ablesbar, obwohl im Erdgeschoß Wände, Türen und Fußbodenbeläge entfernt wurden. Nachträglich zwei Türöffnungen in der straßenabgewandten Giebelwand, als Verbindung von Fachwerkteil und Backsteinanbau. Ehemals vorhandenen Türöffnung in der linken Hausseite (Kellerzugang) zugesetzt. Holztreppe zum Obergeschoß neu, Dielenböden vorhanden.

Vor dem Straßengiebel steht eine Kopflinde als Begleitbaum, sie ist Teil des Denkmals.

Der alte Ort Rath wurde erstmals im 15. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Wasserburg Rath erwähnt. Bis ins 19. Jahrhundert bestand er im wesentlichen aus einigen kleineren Höfen in der Umgebung der Burg und dem Dorfkern im Bereich Lützerath-, Rösrather Straße und Göppersgasse. Der dörfliche Charakter hielt sich bis ins 20. Jh. hinein, erst nach der Eingemeindung 1914 entwickelte sich Rath zu einem Kölner Wohnvorort, dessen Ortsbild heute hauptsächlich durch größere Wohnbauten geprägt ist. Der heutige Stadtteil Rath/Heumar entstand erst 1975 aus den zwei dicht nebeneinander liegenden alten Ortschaften.

Die Lützerathstraße umschloß die Rather Burg (1870 bei Brand zerstört) in weitem Bogen von Nordwesten, an ihr befinden sich nur noch wenige Beispiele der alten, locker auf meist sehr langen Flurstücken um die Burg herum angeordneten Gebäude, die ursprünglich zu der Burg gehörten. Die meisten erhaltenen Objekte sind ältere Fachwerkgebäude, die wohl um die Hauptexpansionzeit der Burganlage um 1740/50 entstanden sowie einige Backsteinbauten des späten 19. Jahrhunderts.

Im übrigen Rath/Heumar finden sich nur noch wenige Fachwerkbauten aus dieser Zeit. Das Gebäude Lützerathstr. 20 ist eines der wenigen Zeugnisse für die ursprünglich ländliche geprägte Bebauung dieses Ortes.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0