Adamsstr.
Benannt nach Adam Adams (1610–1663), katholischem Theologen und Sohn eines Mülheimer Bürgermeisters. Adams war ein Wunderkind: bereits mit 17 Jahren erreichte er den Grad eines Baccalaureus in den humanistischen Wissenschaften und der Philosophie, später promovierte er in Theologie und erwarb umfassende Kenntnisse des Kirchenrechts und der Kirchengeschichte. Seine Karriere führte ihn als Prior an verschiedene Reichsabteien; er stieg schließlich zum Weihbischof in Hildesheim auf und vertrat die katholischen Reichsabteien als geschickter Diplomat bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in Münster und Osnabrück (1645–1648) — den Friedenskongressen, die den Dreißigjährigen Krieg beendeten. Die Adamsstraße konnte ihren Namen auch in politischen Umbruchszeiten halten, in denen viele andere Mülheimer Straßen umbenannt wurden — Zeichen, dass Adam Adams in Mülheim als unverdächtiger katholischer Gelehrter und Friedensvermittler in besonderer Verehrung stand.
Frühere Bezeichnung: Prinz-Wilhelm-Straße, Friedrich Wilhelm-Straße