Am Weingartsberg
Der Weingartsberg erschließt ein Neubaugebiet mit Ein- und Mehrfamilienhäusern im Osten von Langel und verläuft von der Lülsdorfer Straße bis An der Mühle (Langel).
Schon seit dem 13. Jahrhundert ist Weinbau in Langel belegt; die wichtigste Zeit war Mitte des 18. Jahrhunderts.
Straßenname mit Bezug auf den Weingartsberg – die überraschende Erinnerung daran, dass im rechtsrheinischen Langel im Mittelalter und noch in der frühen Neuzeit Weinbau betrieben wurde. Die nach Süden geneigten, sandig-lösigen Hangterrassen oberhalb des Rheinufers boten über Jahrhunderte gute Bedingungen für einfache Weinrebsorten; das Klosterweingut der Abtei St. Pantaleon (der die Langeler Pfarrei und der Fronhof gehörten) bewirtschaftete diese Weinberge wahrscheinlich. Mit der Kleinen Eiszeit ab dem 16. Jahrhundert, dem Aufstieg billigeren Importweins und schließlich der Reblaus-Katastrophe Ende des 19. Jh. ging der Weinbau am rechten Niederrhein vollständig zurück. Mit über 100 Hausnummern (ungerade 1-107) ist die Straße eine der längsten Langels und konserviert dieses kulturhistorisch ungewöhnliche Erbe.
Quellen: