Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
4 Denkmale

Burgunderstr.

Länge
373 m
Hausnummern
50677: ungerade 3–63, gerade 2–48
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Stadtteil
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Die namensgebenen Burgunder waren ein germanischer Stamm, der sein Ende durch die feindlichen Hunnen fand. Populär wurden sie vor allem durch das Nibelungenlied, welches schon im Mittelalter einen enormen Bekanntheitsgrad besaß und in dem Burgund und seine Bewohner eine wichtige Rolle spielen.

Zudem bildet die Burgunderstraße mit der Lothringer Straße und der Elsaßstraße einen Straßenzug. Dies könnte daher auch ein Veweis auf die Landschaft Burgund in Elsaß-Lothringen sein und weniger auf den germanischen Volksstamm bezogen sein.


Benannt nach den Burgundern, einem ostgermanischen Stamm, der im 5. Jh. an Mittelrhein und Mosel siedelte und um 436 von den Hunnen vernichtend geschlagen wurde — dieser Untergang ist der historische Kern des Nibelungenliedes (siehe Siegfriedstr.). Die Burgunder sind im Lied die königliche Familie um Gunther, Gernot, Giselher und ihre Schwester Kriemhild, die mit Siegfried von Xanten verheiratet wird; nach Siegfrieds Mord durch Hagen rächt Kriemhild den Tod blutig am Hof Etzels (Attila), wo das Geschlecht ausgelöscht wird. Im Hochmittelalter entstand aus den Resten ein neues Königreich Burgund an Saône und Rhône, das bis 1032 reichsunmittelbar blieb; ihren Höhepunkt erreichte burgundische Macht im 15. Jh. mit den Herzögen von Burgund (Karl der Kühne — siehe Belagerung Neuss 1474/75). Im germanisch-mythologischen Cluster der Neustadt-Süd steht die Burgunderstr. neben Siegfriedstr. und Veledastr.

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