Hans-Böckler-Platz
Benannt nach Hans Böckler (1875–1951), Gewerkschafter, SPD-Politiker und erstem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) 1949–1951. Böckler, Sohn einer mittelfränkischen Arbeiterfamilie, lernte Gold- und Silberschläger; 1894 trat er der SPD und dem Deutschen Metallarbeiterverband bei. Ab 1927 war er Bezirkschef des sozialdemokratischen Gewerkschaftsdachverbands ADGB in Rheinland-Westfalen, 1928–1933 Reichstagsabgeordneter. In der NS-Zeit hielt er Kontakt zu Wilhelm Leuschner und Jakob Kaiser; nach dem 20. Juli 1944 versteckte er sich bis Kriegsende. Im Oktober 1949 wurde der DGB gegründet — Böckler wurde sein erster Vorsitzender und ist als „Vater der Mitbestimmung" in die deutsche Geschichte eingegangen: Er erkämpfte mit Adenauer im Januar 1952 die paritätische Mitbestimmung in der Montanindustrie — das damals weltweit einzigartige Wirtschaftsdemokratie-Modell. Böckler starb am 16. Februar 1951; die nach ihm benannte Hans-Böckler-Stiftung ist die Forschungsstiftung des DGB.
Quellen: