Johannes-Prassel-Str.
Benannt nach Johannes Prassek (13. August 1911 in Hamburg – 10. November 1943 in Hamburg), katholischem Priester und einem der vier Lübecker Märtyrer. Prassek wirkte in Lübeck zusammen mit den katholischen Kaplänen Eduard Müller und Hermann Lange sowie dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink. Die vier Geistlichen verteilten ab 1941 antisemitische und antinationalsozialistische Predigten von Bischof Clemens August von Galen aus Münster und sprachen öffentlich gegen das NS-Regime. Im Mai 1942 verhaftet, vom Volksgerichtshof im Juni 1943 zum Tode verurteilt und am 10. November 1943 in Hamburg-Holstenglacis durch das Fallbeil hingerichtet. Papst Benedikt XVI. seligsprach Prassek 2011 mit den anderen drei Märtyrern. Die ungewöhnliche Schreibweise mit Doppel-l (Prassel statt Prassek) ist eine Variation in den Worringer/Esch-Auweiler-Quellen. Der Straßenname gehört zum NS-Widerstand-/Theologen-Cluster.
Quellen: