Plectrudengasse
Benannt nach der hl. Plektrudis (auch Bliktrud; vor 660 – nach 717), Frau Pippins des Mittleren (siehe Pipinstr.) und einer der mächtigsten Frauen des Frankenreichs. Plektrudis stammte aus höchstem austrasischen Hochadel, vermutlich aus der Familie der Hugoberte. Sie war Stifterin der Kirche St. Maria im Kapitol (siehe Marienplatz) — vor 717 ließ sie auf den Ruinen des römischen Capitols eine erste Kirche errichten, in der sie auch begraben ist. Nach Pippins Tod 714 versuchte Plektrudis als Regentin für ihren minderjährigen Enkel die Macht zu halten, wurde aber 717 von Pippins unehelichem Sohn Karl Martell entmachtet. Sie starb in Köln. Plektrudis ist eine der prominentesten Frauen-Stifterinnen des Frühmittelalters — vergleichbar nur mit Königin Mathilde oder Theophanu.
Quellen: