Pipinstr.
Der Name Pipinstraße bezieht sich auf Pipin der Mittlere von Heristal, einem fränkischen Hausmeier, der auf dem Kapitolshügel Königsgut besaß. Gelebt hat er im von Mitte des 7. Jahrhunderts bis ca. 714. Er war ein mächtiger, aber zugleich unauststehlicher Zeitgenosse, der mit viel Machtstreben ausgestattet war. Von Treue hielt er nicht viel. So schildert eine Quelle, wie sich Pipin auf einer Jagd an der Seite einer fremden Frau vergnügt, während daheim in Köln seine Gattin Trost im Gebet sucht.
Die Straße verbindet Hohe Straße und Heumarkt. Auf dem Kapitolshügel steht die Kriche St. Maria im Kapitol.
Benannt nach Pippin dem Mittleren (~635–714), Hausmeier des Frankenreichs ab 679 und faktischem Herrscher des fränkischen Reichs — Großvater Karls des Großen. Pippin war Sohn Ansegisels und Enkel des hl. Arnulf von Metz; als Hausmeier (mhd. „Maior domus") führte er die merowingischen Königshäuser, die nur noch nominelle Macht hatten. Mit der Schlacht von Tertry 687 begründete er die Herrschaft seiner Familie über das Gesamtreich. Ehefrau war Plektrudis (siehe Plectrudengasse), eine bedeutende fränkisch-rheinische Adlige; nach Pippins Tod 714 versuchte sie als Regentin in Köln die Erbfolge ihres Enkels zu sichern, scheiterte aber an Pippins unehelichem Sohn Karl Martell, dem späteren Großvater Karls des Großen. Köln ist Wiege der Karolinger.
Heristal = * um 650 † 7146, fränkischer Hausmeister (Verwalter) im Köln-Gau; Königsgutbesitzer auf dem Capitolshügel; als bedeutender Deutscher in der Walhalla mit einer Gedenktafel verewigt
Frühere Bezeichnungen: In der Kranegasse, am Lohplatz, Rue Pepin