Takustr.
Benannt nach den Taku-Forts (chinesisch Dagu), einer Befestigungsanlage an der Mündung des Hai He bei Tianjin, die den Seeweg nach Peking sicherte. Am 17. Juni 1900 wurden die Forts während des Boxerkrieges von einem internationalen Geschwader (darunter die deutschen Schiffe Iltis und Hertha) erstürmt — ein militärisches Schlüsselereignis für die Niederschlagung des chinesischen Widerstands gegen die Kolonialmächte. Die Straße wurde 1902 zusammen mit Iltisstr., Takuplatz und Takufeld benannt; Lansstr. folgte 1913/14. Das gesamte „China-Quartier" Neuehrenfelds ist heute ein anschaulicher Erinnerungsort für die deutsche Kolonialgeschichte und ihre stadtgeschichtliche Verarbeitung. Allerdings werden wegen der kolonialen Verbindungen diese Straßennamen in Frage gestellt und unter umständen geändert.
Die Takustraße nimmt ihren Anfang an der Subbelrather Straße und endet am Takuplatz an der Iltisstraße.