Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Vogelsanger Markt

Länge
199 m
Hausnummern
50829: ungerade 1–3, gerade 2–4
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Stadtteil
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Mittelpunkt des Stadtteils Vogelsang — eines der jüngsten Kölner Stadtteile und eines der konsequentesten Themen-Quartiere der Stadt. Vogelsang wurde 1931 als „Stadtrand-" bzw. „Erwerbslosensiedlung" der Reichsregierung unter Reichskanzler Heinrich Brüning auf freier Feldflur östlich des historischen Vierkanthofs Gut Vogelsang gegründet — eine Maßnahme zur Eindämmung der Wohnungsnot und Massenarbeitslosigkeit der Weltwirtschaftskrise. Der Kern des Stadtteils entstand zwischen 1932 und 1937: einfache Häuser mit großem Garten, in denen die Bewohner durch Kleintierhaltung und Gemüseanbau sich weitgehend selbst versorgen sollten. Das Gut Vogelsang selbst — heute mit 140 ha Ackerland an das benachbarte Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung verpachtet — geht in seinen Anfängen auf eine römische villa rustica zurück; 1989 wurden dort die Reste eines römischen Privatbads ausgegraben.

Wahrzeichen ist die konsequente Vogel-Benennung sämtlicher Wohnstraßen: 48 Wege tragen Namen heimischer und exotischer Vogelarten, von Adlerweg bis Zeisigweg. Die Idee passt zum Stadtteilnamen, der wahrscheinlich auf eine alte Flur- oder Hofbezeichnung mit besonders reichem Vogelvorkommen zurückgeht. Heute leben rund 9.000 Menschen in Alt-Vogelsang, Neu-Vogelsang und Vogelsang-Nord — drei durch Grünzüge getrennten Quartieren mit eigenem Charakter.

Quellen:

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