Wohn- u. Geschäftshaus
Neusser Straße 42 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0712 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Neusser Straße 42, 50670 Köln |
| Baujahr | 1885 bis 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.05.1981 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1890-95, 4 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit 2 neueren Gauben, flache Wandvorlage in der Mittelachse (1.-3. OG), Putzfassade mit Fugenschnitt und mit Stuckgliederungen in Anklängen an Klassizismus und Renaissance (im Bereich des 1. OGs und der Traufzone teilweise verändert), EG verändert, weitgehend orig. Fenster aus den 1930er Jahren, Haustür verändert. Inneres weitgehend verändert.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 wurde die Neusser Straße - vor der Stadterweiterung alte Ausfallstraße nach Norden - als Alleestraße angelegt. Sie begrenzt das sogenannte "Gerichtsviertel" zwischen Neusser- und Riehler Straße, ein mittleren und gehobenen Ansprüchen genügendes gutbürgerliches Wohnviertel. Das Haus Nr. 42 wurde um 1890-95, während der ersten Bebauungsphase der Neusser Straße, errichtet. Es ist integraler Bestandteil der in diesem Abschnitt der Neusser Straße - zwischen Balthasar- und Weißenburgstraße - vollständig geschlossen erhaltenen Häuserzeile. Dabei hebt sich das o. g. Objekt durch seine ausgewogene Fassadengestaltung in Anklängen an Klassizismus und Renaissance besonders hervor. Während der Fugenschnitt die Horizontale betont, setzt die mit den Stuckgliederungen versehene Wandvorlage in der Mittelachse einen vertikalen Akzent. Das o. g. Gebäude, in dessen Ladenlokal sich ehemals eine Ochsenmetzgerei befand, bewahrt die ursprüngliche Maßstäblichkeit der Bebauung und veranschaulicht noch heute das Erscheinungsbild der Neusser Straße am Ende des 19. Jahrhunderts.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0