Wohn- u. Geschäftshaus
Neusser Straße 40 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6816 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Neusser Straße 40, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1890 bis 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.04.1993 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1890-95, 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß (verändert), 3 Achsen, Putzfassade mit Fugenschnitt und Stuckgliederungen in Anklängen an Klassizismus und Renaissance, EG verändert, Fenster und Türen verändert. Rückseite und seitlicher Anbau backsteinsichtig, Fenster und Tür verändert. Im Innern original erhalten: im Flur Holztreppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten, eine Wohnungseingangstür. Nicht Bestandteil des Denkmals ist der rückwärtige 1geschossige Anbau in Backstein.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend, legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 wurde die Neusser Straße, eine alte Ausfallstraße nach Norden, als Alleestraße angelegt. Sie begrenzt das sogenannte "Gerichtsviertel" zwischen Neusser und Riehler Straße, ein mittleren und gehobenen Ansprüchen genügendes gutbürgerliches Wohnviertel. Das Haus Nr. 40 wurde um 1890-95 während der ersten Bebauungsphase der Neusser Straße errichtet. Es ist integraler Bestandteil der in diesem Abschnitt der Neusser Straße - zwischen Balthasar- und Weißenburgstraße - vollständig geschlossen erhaltenen Häuserzeile. Dabei hebt sich das
o. g. Objekt durch seine Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an Renaissane und Klassizismus besonders hervor. Fugenschnitt, Stockwerks- und Sohlbankgesimse sowie gerade Fensterverdachungen betonen die Fassade streng in der Horizontalen. Trotz einiger Veränderungen trägt das o. g. Objekt wesentlich zum abwechslungsreichen Erscheinungsbild der Neusser Straße bei. Auch im Hinblick auf das bestehende Ensemble wird es somit zum unverzichtbaren Dokument, welches den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0