Wohnhaus
Zugweg 12 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0887 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Zugweg 12, 50677 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.12.1981 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplans erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinstor und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher, sozialer Bestimmung entstehen. Im Zugweg entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen.
Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit Giebel- bzw. Dachgeschossen und einer Tordurchfahrt Zugweg 12 wurde um 1908 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige, symmetrische Fassade mit Mittelerker und -giebel und mit Stuckgliederung im Stil des Neoklassizismus. Originale bzw. stilechte Fenster sowie ein originales Balkongitter (z.Achse, 1.OG) ergänzen die östliche Einheit der Fassadengestaltung.
Im Hausinneren ist erhaltenswürdig: Terrazzofußboden und Wandfliesen sowie Deckenstuck im Hausflur, die Terrazzotreppe mit Holzgeländer, Deckenstuck, Wandfliesen und originalen Wohnungseingangstüren im Treppenhaus; originale Zimmertüren sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Mit den drei Achsen stellt das o.g. Objekt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigem Grundriß dar und ist somit interessant für die Hausforschung.
Mit den Häusern Zugweg 10, 14, 16, 20 und Rolandstraße 2, 4, 14, 70 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble von Bauten, die um die bzw. nach der Jahrhundertwende entstanden und miteinander in Maß, Proportionen und sozialer Bestimmung korrespondieren. Dieses Ensemble trägt das Erscheinungsbild dieser Gegend wesentlich mit.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0