Ursulinenkirche St. Corpus Christi

Machabäerstraße 39-45 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_0922
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungUrsulinenkirche St. Corpus Christi
Adresse Machabäerstraße 39-45, 50668 Köln
Baujahr1709 bis 1712
Architekt / PlanungMatteo Alberti, Aloysius Bartoli
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 18.01.1982
Stadtteil Altstadt/Nord

Um 1957 erbaut; Architekt Erich Roesner. Erdgeschoß, Zwischengeschoß, 5 Obergeschosse und ein Staffelgeschoß mit Balkon und Vordach. Rasterfassade, die vertikalen Stützen mit Werksteinplattenverkleidung, in den Sturz- und Brüstungsfeldern der Fenster Kleinmosaik. Fenster vom 1. bis einschließlich Staffelgeschoß weitgehend original; neuere Fassadenverkleidung im EG und Zwischengeschoß; rechtsseitiger Ladenbereich verändert, linker weitgehend original (Schaufenster, zurückliegender Eingang sowie markante Dekkengestaltung in Form von in einer Art Netzwerk angeordneten Profilen). Rückseite und Treppenhausrisalit mit Rauhputz, Fenster weitgehend verändert; eingeschossiger Anbau. Im Innern erhaltenswert: Werksteinboden im Flur; vom Eingang bis zur Hoftür reichende, etwa bis zur halben Wandhöhe reichende Werksteinverkleidung; Terrazzotreppe, Geländer mit Eisenstäben und Mipolamhandlauf.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

In der von Josef Stübben geplanten und ab 1881 ausgeführten Stadterweiterung von Köln, der Neustadt, spielte die Ringstraße von Anfang an als repräsentatives Wohn- und Geschäftsviertel eine herausragende Rolle. Diesen Stellenwert behielt sie auch in der Nachkriegszeit, als sich der zentrale Bereich, zwischen Hohenstaufen- und Kaiser-Wilhelm-Ring, mehr und mehr zu einer Büro- und Geschäftsstraße wandelte. Das o. g. Objekt ist ein wichtiger integraler Bestandteil dieses Straßenabschnitts. Es gehört zu einer ab den späten 40er bis in die 60er Jahre errichteten Häuserzeile (Nr. 10 bis Nr. 40) mit in etwa einheitlicher Traufhöhe, die einen Überblick gibt über die in dieser Zeit geläufigen Architekturströmungen und die somit das Erscheinungsbild des Kaiser-Wilhelm-Rings wesentlich prägt. Von dem vorwiegend auf seine Gesamtwirkung abzielenden Komplex hebt es sich durch seine Rasterfassade mit deutlicher Vertikalbetonung heraus, die auf einem horizontal ausgerichteten zweigeschossigen Geschäftsbereich ruht und ihren Abschluß durch das Staffelgeschoß erhält. Das Kleinmosaik in den Sturz- und Brüstungsfeldern sowie die Deckengestaltung vor dem Ladeneingang setzen einen zusätzlichen zeittypischen dekorativen Akzent. Nicht nur als Teil einer qualitätvollen städtebaulichen Gesamtsituation, sondern auch als wichtiges Einzelobjekt, das die Bauauffassung der 50er Jahre in anschaulicher Weise verständlich macht, wird das o. g. Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0