Machabäerstr.
Erinnert an das ehemalige Benediktinerinnenkloster zu den heiligen Makkabäern, das 1178 in der Vorstadt Niederich gegründet wurde. Die Makkabäer sind eine Gruppe alttestamentlicher Märtyrer aus der jüdischen Befreiung von der hellenistischen Fremdherrschaft (2. Jahrhundert v. Chr.); die mittelalterliche Christenheit verehrte sieben Brüder, ihre Mutter und einen Lehrer als Märtyrer (Festtag 1. August). Die Klosterkirche wurde unter Erzbischof Heinrich I. von Müllenark vollendet und 1232 geweiht. Nach einem Brand 1462 wieder aufgebaut, verfiel sie nach der Säkularisation 1802 und stürzte 1808 teilweise ein; sie wurde dann abgetragen. Der berühmte spätmittelalterliche Makkabäer-Schrein des Goldschmieds Peter Hanemann kam in die Pfarrkirche St. Andreas (siehe Andreaskloster), wo er bis heute zu sehen ist.
Quellen: