Wohnhaus
Ohmstraße 2 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1206 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Ohmstraße 2, 50677 Köln |
| Baujahr | 1899 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.12.1982 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Objekt ist ein im Jahr 1899 errichtetes, inschriftlich datiertes Wohnhaus mit vier Geschossen, einem Sockelgeschoß und drei Achsen, deren mittlere im ersten und zweiten Obergeschoß als Erker mit aufgesetztem Balkon gestaltet ist. Sockelgeschoß, Hochparterre sowie die drei Obergeschosse sind durch Geschoßgesimse sowie durch die unterschiedliche Gestaltung der Fassadenflächen, Fensterformen und Zierornamente von einander abgesetzt: Über dem rustizierten Sockelgeschoß mit originaler Toreinfahrt in der linken Achse ist das Hochparterre mit Rundbogenfenstern durch flache Stuckbänder horizontal gegliedert; die Fassade der Obergeschosse ist einem Backstein-Mauerverband nachempfunden. Die Stuckverzierungen umfassen gotisierende Motive, Stuckköpfe, Ranken und Wappen und sind sowohl im Hochparterre (Erkerkonsolen und seitlich der Haustüre ansetzende Stuckeinfassung) als auch in den Obergeschossen (Fries zwischen Fenster- und Geschoßgesims zum ersten Obergeschoß, Balkonverzierung, Stuckornamente zwischen den Außenachsenfenstern des ersten und zweiten Obergeschosses und unter den Fensterbänken im dritten Obergeschoß) angebracht.
Im Inneren des Hauses sind die Flurwände bis zum Hochparterre rustiziert; darüber sind die Stuckwände bis zum Treppenhaus zu den Obergeschossen in Fächer untergliedert. Im Treppenhaus sind die Flurfenstergliederungen zum Teil original erhalten.
Bei dem Objekt ist vor allem die im Jugendstil errichtete Fassade erhaltenswert, die durch ihre symmetrische Gliederung, die aufeinander abgestimmte Staffelung der Geschosse sowie die Anordnung der - zum Teil gotisierenden - Schmuckformen eine in sich geschlossene Einheit darstellt. Mit den Häusern Ohmstraße 4 und 8, dem Eckhaus zum Zugweg 5 und der übrigen, originalen Bebauung des Zugwegs, vor allem den im Blickkontakt stehenden Häusern Zugweg 10,12,14,16,18,20,24 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble. Es ist Dokument für die originale Bebauung der Ohmstraße, wie sie im Rahmen des ab 1881 von H.J. Stübben ausgeführten Neustadtplans ursprünglich vorgesehen war.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0