Wohn- u. Geschäftshaus
Venloer Straße 24 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1235 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Venloer Straße 24, 50672 Köln |
| Baujahr | 1900 bis 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.12.1982 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Objekt ist ein zwischen 1900 und 1905 errichtetes Wohn- und Geschäftshaus. Die dreiachsige, fünfgeschossige, ehemalige Jugendstil-Fassade mit ausgebautem Dachgeschoß ist stark verändert; im Hausinneren hingegen ist der JugendstilCharakter noch deutlich ausgeprägt.
Marmortreppen führen zum Hochparterre und zu den Obergeschossen, bis zum Hochparterre von originalen Messinghandläufen, zu den Obergeschossen von einem schmiedeeisernen Geländer mit Holzlauf begleitet. Die Flurwände sind bis zum Hochparterre mit keilförmig auslaufendem, in vier Fächer unterteilten Stuckmarmor verkleidet, der mit dem darüber angebrachten Wand- und Deckenstuck eine Einheit bildet. Das halbkreisförmige Oberlicht der Haustüre ist von Stuckranken eingefaßt. Ein korbbogenförmiger Stützbogen leitet zu einem kleinen Flur im Hochparterre (mit geometrisch ornamentierter Stuckdecke und originaler Jugendstil-Kellertüre) über; ein weiterer Stützbogen auf reich verzierten Konsolen trennt den Hochparterre-Flur vom Treppenhaus zu den Obergeschossen ab. Hier sind an den Wänden der Zwischenpodeste im ersten und zweiten Obergeschoß originale Jugendstil-Spiegel angebracht. Originale Wohnungsabschlüsse sind im ersten, zweiten und dritten Obergeschoß vorhanden.
In den Wohnungen des ersten und zweiten Obergeschosses sind Parkettfußböden, mehrere Stuckdecken und die Mehrzahl der Zimmertüren in originaler Form erhalten. Die Dielen sind mit originalen Jugendstil-Garderoben ausgestattet, die zusammen mit den holzgeschnitzten Überdachungen der Zimmertüren zur Diele eine Einheit mit den Wohnungsabschlüssen bilden.
Die original erhaltenen Details im Hausinneren sind handwerklich qualitätvoll gearbeitet und zum Teil sehr individuell gestaltet (Beispiel: Wohnungsdielen). In ihrer Gesamtheit bilden sie ein Jugendstil-Interieur, das aufgrund seiner Vielfalt als außergewöhnlich gelten kann. Zusammen mit dem benachbarten, originalen Baubestand (Venloer Straße 28 und Bismarckstraße 36, 32 und 30) trägt das Objekt mit dem in der Grundstruktur noch erhaltenen Jugendstil-Charakter der Fassade bei zur Dokumentation der ursprünglichen Bebauung in diesem Teil der Neustadt, die hier im sogenannten Belgischen Viertel entsprechend dem ab 1881 von H.J. Stübben ausgeführten Neustadtplan besonders repräsentativ gestaltet wurde.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0