Kirche Neu St. Katharina

Sebastianstraße 122 · Niehl

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1267
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche Neu St. Katharina
Adresse Sebastianstraße 122, 50735 Köln
Baujahr1892 bis 1894
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 13.01.1983
Stadtteil Niehl

Die katholische Pfarrkirche Neu St. Katharina entstand 1892-94 nach Plänen von Theodor Kremer als neuromanische Backsteinbasilika mit Querschiff, Halbkreisapsis und Dreiturmgruppe an der Westseite.

Alle Fassaden besitzen Werksteingliederungen, die Schiffe Sattel- und Pultdächer, die Türme Kegel- bzw. ein Pyramidendach.

Nach Kriegsbeschädigung wurde die Kirche im Inneren verändert aufgebaut: Alle Wände und die Rippen- bzw. Gratgewölbe wurden nach Plänen von Rudolf und Maria Schwarz in weiß gefaßt, die Gliederungen sparsam rot und schwarz getönt. Die Apsis-Fenster wurden vermauert, das liturgische Zentrum in die Vierung verlegt. Altarzone: Gestaltung durch Anton Wendling.

Eine Reihe historischer Ausstattungsstücke wurden aus Alt St. Katharina übernommen, u.a. Madonnenbild, Kreuzigungsgruppe, Taufstein.

Das Bauwerk ist ein wichtiges Werk des Kirchenbaumeisters Theodor Kremer, dessen Bauten sich durch sparsam eingesetzte, materialgerechte Ornamentik und originelle Turmbauten auszeichnet. Die innere Gestaltung vom Ehepaar Schwarz und von Wendling wurde 1981 von der Denkmalpflege während einer notwendig gewordenen Restaurierung als schützenswerter Nachkriegszustand erhalten. St. Katharina bietet ein positiv zu bewertendes Beispiel für die Neuinterpretation eines historisierenden Kirchengebäudes in den 50er und 60er Jahren.

Der Neubau von 1892-94 dokumentiert das gründerzeitliche Wachstum des Vororts Niehl nach Süden. Die alte Kirche verlor damals ihre Pfarr-Rechte an den größeren Nachfolger. Nicht nur für den Straßenzug der Sebastianstraße, sondern auch für das weitere Umfeld des Kölner Nordens ist der Turmbau der Kirche von hoher Bedeutung.

Die Unterschutzstellung bezieht sich auf das Bauwerk sowie auf seine feste und bewegliche Ausstattung.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0