Kirche St. Nikolaus

Nikolausplatz 2 · Sülz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1288
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche St. Nikolaus
Adresse Nikolausplatz 2, 50937 Köln
Baujahr1908
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 19.01.1983
Stadtteil Sülz

Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus entstand in neuromanischen Stilformen in den Jahren 1906 - 1909 nach Plänen des Architekten Franz Statz. Detailformen und Baumaterial (Tuffstein und Basalt) lassen den prägenden Einfluß der großen Kölner romanischen Kirchen auf das Gotteshaus in Sülz erkennen. Es ist eine kreuzförmige Basilika mit angefügter Halbkreisapsis im Südosten, die von seitlichen Chorkapellen und (neuen) Flankenbauten begleitet wird. Zwei runde Treppentürme ragen an der Südostseite des Querschiffs empor. Die Eingangsseite im Nordwesten an der Berrenrather Straße ist durch eine differenzierte Turmanlage ausgezeichnet. Die Seitenschiff-Fronten besitzen eine querhausartige Erweiterung mit Halbkreisapsiden; über rechteckige Treppentürme leiten sie über zu den beiden Freigeschossen des Vierkantturms, den ein Kantendach über vier Giebeln beschließt. Drei Rundbogenportale betonen die drei Achsen der Eingangsseite, die als quer gelagerte Fassadenkomposition den Querschnitt des Kirchenschiffs ablesbar werden läßt. Im Sinne der rheinischen Neuromanik finden sich reiche Schmuckzonen in Werkstein: Lisenen, Friese, Rahmenformen.

Das Innere zeigt Wölbungen in allen Raumteilen. Von der alten Ausstattung blieben vor allem die Mosaiken der Hauptapsis erhalten, 1919 von J. Osten geschaffen. Wichtige, neue Kunstwerke sind Fresken von P. Hecker im Chor sowie Fenster von P. Weigmann.

St. Nikolaus gehört zu den detailreichsten und zugleich besterhaltenen Kirchen der rheinischen Neuromanik in Köln. Bei aller Inspiration durch die großen Kirchen der Altstadt konnte der Architekt eine Reihe eigenständiger Motive zu einem imposanten Gesamtbild vereinigen. Die Ausstattung, auch die Neufassung des Innenraums von 1977/78, ist von hoher Qualität.

Platz und Name der Kirche, St. Nikolaus, halten das Andenken wach an den ersten Sakralbau von Sülz, einer kleinen Nikolauskapelle aus dem 12. Jahrhundert, die 1474 im burgundischen Krieg zerstört wurde. Die Neuerrichtung der Pfarre seit 1877 bzw. 1892 ist Folge des Anwachsens der Wohnbevölkerung in Sülz, dem dann durch den Neubau der Kirche sinnfällig Tribut gezollt wurde.

Der Denkmalschutz umfaßt das Gebäude sowie die noch vorhandene, historisierende Ausstattung: Bewegliche wie unbewegliche Teile innen und außen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0