Wohnhaus
Rothehausstraße 17 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1458 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Rothehausstraße 17, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1875 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.04.1983 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus, das um 1875 erbaut wurde, ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Ehrenfeld. Es liegt im Gebiet südlich des Ehrenfeldgürtels / Venloer Straße, unmittelbar angrenzend an die großen Ehrenfelder Fabrikationsbetriebe. Die Rothehausstraße wurde vor allem in den siebziger, jedoch bis in die neunziger Jahre mit einfachen Miethäusern bebaut, die für Bewohner mit bescheidenen Ansprüchen konzipiert waren. Das vorliegende Objekt wurde (1896) von vier Parteien bewohnt, die der Handwerker- und Arbeiterschaft angehörten. Es ist ein wichtiges Dokument für die starke Expansion Ehrenfelds gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Produktions- und Wohngebiet im Kölner Nordwesten.
Das Haus prägt den für Köln charakteristischen Typus des Dreifensterhauses über L-förmigem Grundriß. Die glatt verputzte Fassade ist durch profilierte Gesimse, abnehmender Stärke, in seinen Geschossen klar gegliedert. Die Stichbogenfenster sind durch einfache Profile und Bekrönungen verziert, wobei die des ersten Obergeschosses durch vorkragende Gesimse und ein der Fensterform folgendes, profiliertes Stuckfeld hervorgehoben sind.
Das Innere des Hauses ist sehr schlicht gehalten, der Stützbogen des Eingangsflurs weist nur einfache Stuckprofile auf, eine Holztreppe mit schlichtem Geländer und Antrittspfosten führt in die Obergeschosse, Wohnungs- und Zimmertüren sind mit karger Profilierung versehen.
Zusammen mit der übrigen, weitgehend originalen, stilistisch und architektonisch einheitlichen Erstbebauung der Rothehausstraße bildet das vorliegende Objekt ein Ensemble von besonderem städtebaulichen Wert. Es ist ein wertvolles Zeugnis für die Vorortbebauung Ehrenfelds im ausgehenden vorigen Jahrhundert. Die schlichten Dreifensterhäuser sind in der vorliegenden Häufung in der Rothehausstraße sonst in Köln überaus selten. Zusammen mit der, in der Blickachse des Straßenzugs liegenden, Friedenskirche von 1876/77 hat sich ein kunsthistorisch wie dokumentarisch wertvolles, architektonisches Gefüge erhalten, dessen Erhalt durch Unterschutzstellung unverzichtbar ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0