Wohnhaus

Rothehausstraße 21 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6489
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Rothehausstraße 21, 50823 Köln
Baujahr1889
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 22.05.1992
Stadtteil Ehrenfeld

1889 erbaut, Fassade um 1905. 3 Geschosse und ein später aufgesetztes, 3 Achsen, Dachform verändert. Stuckfassade mit Gliederungen im Jugendstil. Fenster verändert, Haustür weitgehend original. Rückseite und seitlicher zweigeschossiger Anbau teils backsteinsichtig, teils geschlämmt. Im Innern original erhalten: schwarzweißer Fliesenboden (mit Beschädigungen) in Vestibül und Flur, kleiner Rest Deckenstuck (Rosette) im Vestibül; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben.

Nicht zum Denkmal gehört: der an den rückwärtigen Anbau anschließende Erweiterungsbau.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Rothehausstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, stellt eine der parallelen Verbindungsachsen zwischen Venloer- und Vogelsanger Straße dar. Sie wurde ab ca. 1870 unter dem Namen Franzstraße angelegt und gehört somit zu den ersten planmäßigen Straßenerschließungen Ehrenfelds. In dem vorwiegend aus spätklassizistischen Dreifensterhäusern bestehenden, noch in großen Teilen erhaltenen Straßenzug bildet das Gebäude einen wichtigen integralen Bestandteil. Mit seiner um 1905 durch Stuckdekorationen im Jugendstil bereicherten Fassade veranschaulicht es die Orientierung am benachbarten "vornehmeren" Stadtteil Neuehrenfeld. Es gibt also auch Aufschluß über das wachsende Repräsentationsbedürfnis der Bürger Ehrenfelds in den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs. Trotz der nur noch teilweise erhaltenen Innenausstattung wird das Gebäude daher sowohl als Hinweis auf die sozialgeschichtliche und architektonische Entwicklung Ehrenfelds als auch als Beispiel für die stadtteilspezifische Gestaltung der Wohnbebauung zu einem unverzichtbaren Dokument.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0