Wohn- u. Geschäftshaus

Landmannstraße 34 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1469
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Landmannstraße 34, 50825 Köln
Baujahr1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 18.04.1983
Stadtteil Neuehrenfeld

Das 1905 errichtete Gebäude ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Ehrenfeld. Die Landmannstraße ist Teil der relativ geradlinig konzipierten Straßenanlage mit verschiedenen Plätzen in Neuehrenfeld. Sie führt von der Subbelrather Straße auf den Lenauplatz und mündet schließlich in die Nußbaumerstraße. Das Gebiet um die Landmannstraße wurde kurz vorder Jahrhundertwende von Alois Schlösser, dem Besitzer des Subbelrather Hofs, als Wohnviertel erschlossen. Im Zeitraum zwischen 1880 - 1910 wurde die Bebauung mit Mietstockwerkhäusern vorgenommen. Gelegen am Rand einer reinen Wohngegend, abseits der Ehrenfelder Produktionsbetriebe, entstanden Gebäude für Mieter mit mittleren Wohnansprüchen. Bei den im Abschnitt zwischen Subbelrather Straße und Lenauplatz sowie auf der geraden Seite im weiteren Verlauf der Straße anzutreffenden Gebäuden handelt es sich überwiegend um größere drei- und mehrachsige, dreigeschossige Häuser mit relativ aufwendig gestaltetem Giebelgeschoß, die die fortschreitende Erschließung des Vororts und den starken Bevölkerungszuwachs in Ehrenfeld anschaulich dokumentieren.

Das völlig achssymmetrisch konzipierte, dreigeschossige und dreiachsige Wohnhaus mit Ladenlokal und Giebelgeschoß (Ziergiebel ergänzt) ist durch eine schlichte Fassadengestaltung gekennzeichnet. Das über einem glatten Putzsockel mit einem feinen Fugenschnitt versehene Erdgeschoß ist von den Obergeschossen durch eine von zwei profilierten Gesimsen eingefaßte Frieszone mit Kartusche abgesetzt. Die Obergeschosse sind in der Grundfläche glatt verputzt. Die Mittelachse wird seitlich von einer Werksteinquaderung eingefaßt. Die Fenster sind geschoßübergreifend mit glatten Putzrahmen versehen. Die Zone zwischen den Fenstergeschossen ist jeweils - bis auf erstes, zweites Obergeschoß Mittelachse - mit dekorativem Stuckdekor ausgestaltet (in den äußeren Achsen identisch: Blattwerk mit Wappenstein; Mittelachse: Apfelbaum). Unterhalb des schlichten Traufgesimses finden sich zudem noch vier kleinere, quadratische Zierplatten.

Von der originalen Innenausstattung ist besonders der Eingangsflur mit seinen Wandfliesen mit Jugendstil-Ornament in blau-ocker und seiner Stuckdecke hervorzuheben.

Insgesamt stellt das Gebäude mit der nahezu geschlossen erhaltenen Erstbebauung der Landmannstraße ein Ensemble von besonderer, städtebaulicher Bedeutung her. Es ist zugleich ein charakteristisches Dokument für eine in dem Straßenabschnitt dominierende, architektonische Konzeption, wie sie in noch konsequenterer Weise in der benachbarten Hauffstraße (dort jedoch ohne die für die Landmannstraße charakteristischen Ladenlokale) zu sehen ist und das Bild in diesem Teil Neuehrenfelds prägt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0