Wohnhaus
Försterstraße 49 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1886 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Försterstraße 49, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.11.1983 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei er vom Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und vom Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen in neugotischem Stil, St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Der Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z.B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Die Försterstraße bildet in etwa die Mittelachse Neuehrenfelds.
Das dreigeschossige Wohngebäude mit drei Achsen besitzt eine stuckierte Jugendstil-Fassade. Die axiale Aufteilung (Baujahr um 1905) wird durch einen Mittelerker (mit zwei Fenstern je Geschoß) und einen Ziergiebel im Dachgeschoß betont. Reichere Jugendstil-Ornamentik findet sich vor allem im Giebelbereich des Erkers, in den Brüstungen und am Schmuckgiebel. Durch das originale Einfahrt-Tor wird der seitliche Hauseingang erschlossen.
Der Eingangsbereich blieb original mit den Boden- und Wandfliesen (Jugendstil-Ornamentik), den Stuckmustern an den Wänden (als geriffelte Lisenen) mit quadratischem Blatt-Ornament sowie flachen Stuck-Kassetten an der Decke. Die Terrazzotreppe besitzt ein Holzgeländer, auch die Wohnungs- und Zimmertüren sowie die Stuckdecken sind in Originalzustand.
Die rückwärtige Fassade ist in Backstein gehalten. Im Hof liegt eine Handwerker-Werkstatt, ferner ist ein Holzpavillon an der Erdgeschoß-Wohnung bemerkenswert.
Städtebaulich ist auf den Ensemble-Bereich Neuehrenfelds hinzuweisen, in dessen Mitte die Försterstraße liegt. Die überwiegend originale und reizvoll variierende, historische Bebauung macht auch das o.g. Gebäude zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Straßenraums, dessen Maßstäblichkeit es mitbestimmt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0