Wohnhaus

Eifelstraße 19 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1489
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Eifelstraße 19, 50677 Köln
Baujahr1896
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 04.05.1983
Stadtteil Neustadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der südlichen Neustadt dokumentiert. Die Bebauung, nach dem von H.J. Stübben erstellten Erweiterungsplan (1881), verlief in mehreren Phasen. Die Eifelstraße, in der Nähe des Eifelplatzes (ehemals ein Bahnhof- und Volksgartenvorplatz), wurde zwischen 1890 und 1900 erbaut.

Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit Souterrain und Toreinfahrt wurde 1896 errichtet. Die dreiachsige Werksteinfassade betont die dritte Achse durch einen dreiteiligen Erker (zweites und drittes Obergeschoß), Balkon mit Steinbrüstung (viertes Obergeschoß) und einen dreieckigen Frontgiebel. Die vertikal wirkende Fassade ist abwechselnd durch einfache (Erd- und drittes Obergeschoß) bzw. doppelte Gesimse (zweites und viertes Obergeschoß) horizontal rhythmisiert. Der Souterrain zeigt eine rechteckige Toreinfahrt links und einen hohen Eingang mit Rundbogen rechts, dazwischen zwei rechteckige Fenster. Der Eingang mit schmalen Nischen im Gewände reicht mit seinem Rundbogenabschluß (bekrönt mit einem spätgotisch anmutenden Spitzbogen) in das erste Obergeschoß (Hochparterre), wo sich drei Segmentbogenfenster befinden. Das zweite Obergeschoß erscheint optisch am höchsten und somit als das Hauptgeschoß, da sein horizontaler Abschluß an der Fensterbank des dritten Obergeschosses entlang verläuft. Über den Vorhangbogenfenstern liegen Relieffelder bzw. Brüstungsfelder mit gotisierenden Flammenmotiven. Das dritte Obergeschoß zeigt Keilbogenfenster, das vierte rechteckige (erste und zweite Achse) bzw. ein breites Rundbogenfenster über dem Erker. Ein profiliertes Kranzgesims, das vorkröpfend vier schmale, turmartige Podeste bindest, trennt die Fassade vom schrägen Satteldach. Der Dekor des spitzen Giebels (je zwei schmale Podeste aufeinander mit einer Kugel) verstärken die vertikale Wirkung der Fassade.

Im Hausinneren bezeugt die prunkvolle Ausstattung des Eingangsbereichs (Marmortreppe, -fußboden, -wandverkleidung, in Art des Rokoko Wand- und Deckendekor) und der Wohnungen (breite, verglaste Wohnungstüre mit Oberlicht, Parkettfußboden, Deckenstuckdekor und Deckengemälde im ersten und zweiten Obergeschoß) den großbürgerlich repräsentativen Charakter des Gebäudes.

Städtebaulich bildet das Haus Eifelstraße 19 einen unverzichtbaren Bestandteil der repräsentativen Bebauung dieser Verbindungsstraße zwischen Ring und Eifelplatz. In Korrespondenz, Maß, Proportion bzw. Stil mit den Nachbarhäusern Nr. 21 bzw. 17 zeigt sich eine städtebaulich einheitliche - wenn auch individuell unterschiedliche - Straßenbebauung.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0