Wohnhaus

Eifelstraße 17 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6488
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Eifelstraße 17, 50667 Köln
Baujahrum 1896
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 22.05.1992
Stadtteil Neustadt/Süd

Erbaut um 1896, 3 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß mit 2 Dachhäuschen, 3 Achsen, Balkon (mit neuerer Brüstung) in der Mittelachse des 1. Obergeschosses, Werksteinfassade mit Gliederungen überwiegend im Stil der Neugotik, Fenster und Balkontür weitgehend in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand erneuert, Haustür größtenteils original. Rückseite und 2geschossiger seitlicher Anbau weitgehend in gelbem Klinker, Fenster größtenteils verändert. Im Innern original erhalten: im Vestibül reicher Wand- und Deckenstuck, Messinghandlauf (an der Wand), Stuck am Stützbogen; im Flur Holztreppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten.

Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend, legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 wurde die Eifelstraße im Verlauf der Eisenbahntrasse nach Bonn als Alleestraße angelegt. Sie begrenzt das Villenviertel der südlichen Neustadt und wurde 1890-1900 mit 3-4geschossigen Reihenhäusern für das gehobenere Bürgertum bebaut. Das Haus Nr. 17 ist integraler Bestandteil dieses in Teilen noch erhaltenen Straßenzuges. Im Gegensatz zu den weiteren hier gelegenen Zeugnissen der Erstbebauung ist das verhältnismäßig schmale o. g. Objekt um 1896 mit nur 3 Geschossen errichtet worden und hebt sich schon hierdurch besonders hervor. Dabei weist es gleichzeitig, ähnlich dem direkten Nachbarhaus (Nr. 19) und dem gegenüberliegenden Gebäude (Nr. 14-16), eine damals besonders kostspielige Werksteinfassade auf, deren Gliederungen überwiegend der Formensprache der Gotik entlehnt sind. Zusätzlich wird die Mittelachse im 1. Obergeschoß, der ehemalige Beletage, durch den - zum Teil heute veränderten - Balkon akzentuiert. Das o. g. Gebäude, eine Variante des für Köln typischen Dreifensterhauses, ist somit auch als Beleg für die Gestaltungsvielfalt der Gründerzeitarchitektur unbedingt erhaltenswert. Im Ensemble mit den weiteren denkmalwerten Gebäuden veranschaulicht es darüberhinaus noch heute den ursprünglichen, vom gehobenen Bürgertum geprägten Charakter dieses Straßenzugs am Rande des südlichen Villenviertels der Kölner Neustadt und wird auch im Hinblick hierauf zum unverzichtbaren Dokument.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0