Wohnhaus

Schillingstraße 18 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1546
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Schillingstraße 18, 50670 Köln
Baujahr1901
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 05.07.1983
Stadtteil Neustadt/Nord

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des nördlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben erstellten Erweitrungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen Eigelstein und den preußischen Befestigungsanlagen Straßen mit Miethäusern für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.

Das viergeschossige Wohnhaus wurde 1901 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade mit Eingang links und einem zweimal gebrochenen Erker rechts mit gotisierendem Stuckdekor. Das Erdgeschoß ist flach gebändert und geöffnet, mit Eingang, einem schmalen (zweite Achse) und einem breiten (dritte Achse) Korbbogenfenster und durch ein Gurtgesims mit Fischblasenfries abgeschlossen. Die Fenster der Obergeschosse sind in der ersten und zweiten Achse durch Dekorelemente zusammengefaßt: Durch ein Baumrelief im ersten Obergeschoß (Krone als Bekrönung, Wurzeln als Brüstungsdekor), durch eine Überdachung mit einem Wimperg mit Krabben und einem Relief mit Sonnenmotiv bzw. durch ein gemeinsames Fensterbankgesims (drittes Obergeschoß). Bekrönung durch Dreipaßbogen und ein Zierkranzgesims bewirken einen einheitlichen Fassadenabschluß aller drei Achsen. Die Frontfenster des Erkers wiederholen die hochrechteckige Form mit Gewänden und variieren den Dekor an Fensterbrüstungen bzw. der -bekrönungen (im ersten Obergeschoß ein Wappen, im zweiten Obergeschoß ein Medaillon, im dritten Obergeschoß Fischblasenmotiv).

Je eine Dachgaube pro Achse öffnet das Mansarddach und verlängert optisch die Fassade. Das Haus stellt eine späte und ästhetisch veränderte Variante des für Köln ehemals typischen Dreifensterhauses mit Hofanbau dar.

Im Hausinneren sind es eine Holztreppe, drei Marmorstufen, Wand- und Deckenstuck und Wandfliesen im Eingangsbereich, Wohnungs- und Zimmertüren und Stuckdekor in den Vorderzimmern, die die originale Hausausstattung bezeugen.

Städtebaulich bildet das o.g. Haus einen Bestandteil einer geschlossenen Hausfront in der Schillerstraße, die untereinander in den Proportionen korrespondieren, jedoch einzeln individuell gestaltet sind. Auch aufgrund dieses Zusammenhangs ist jeder einzelne Bestandteil dieses Ensembles zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0