Wohn- u. Geschäftshaus
Neusser Straße 11 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5273 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Neusser Straße 11, 50937 Köln |
| Baujahr | 1889 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.09.1989 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut 1889/90, 4 Geschosse, 4 Achsen, Stuckfassade im Stil der Neurenaissance, ausgebautes Satteldach mit 2 Gauben; EG mit Ladenbereich verändert; Haustüre und Fenster verändert.
Im Innern original erhalten: Dekorfliesenboden im Vestibül. Decken teilweise abgehängt.
Teil des Denkmals ist auch das Seitenhaus, worauf die Lage des Treppenhauses in diesem Gebäudeteil hinweist. Die Hofseite besteht aus roten Ziegeln, die mit horizontalen gelben Ziegelstreifen gegliedert ist. Die Stürze über den Fenstern zeigen gleichfalls gelbe im Wechsel mit roten Ziegeln.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zuge ihrer 1881 beginnenden Durchführung wurde die Neusser Straße - vor der Stadterweiterung alte Ausfallstraße nach Norden - in ihrem Neustadt-Teil, vom Ebertplatz bis zum Krefelder Wall verlaufend, als Alleestraße angelegt und um 1890/95, um 1900/05 und vereinzelt noch um 1912 bebaut. Der Straßenabschnitt in der Neustadt ist Teil des sog. "Gerichtsviertel" im Norden der Neustadt zwischen Neusser und Riehler Straße, ein mitleren und gehobenen Ansprüchen genügendes bürgerliches Wohnviertel. Das Haus Nr. 11, entstanden zu Beginn der 1. Bebauungsphase, dokumentiert und bewahrt die ursprüngliche, repräsentative Bebauung dieses auf die Agneskirche zuführenden Teils der Neusser Straße. Mit seiner außerordentlich reich gestalteten Neurenaissance-Fassade ist es integraler Bestandteil des hier noch weitgehend erhaltenen Ensembles. Es trägt bedeutend zum Verhältnis der gründerzeitlichen Gesamtplanung in städtebaulicher und architektonischer Hinsicht bei.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0