Kirche, Liebfrauen
Regentenstraße 4 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1552 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kirche, Liebfrauen |
| Adresse | Regentenstraße 4, 51063 Köln |
| Baujahr | 1857 bis 1864 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 20.07.1983 |
| Stadtteil | Mülheim |
Die katholische Pfarrkirche Liebfrauen wurde 1857-64 nach Plänen des Kölner Dombaumeisters E.F. Zwirner als neugotische Backsteinbasilika errichtet. Im zweiten Weltkrieg wurde vor allem die Ostpartie (Querschiff und Chor) zerstört, die übrigen Bauteile verloren Gewölbe und Dächer. 1953-55 schuf Rudolf Schwarz ein neues Chorhaus in den Maßen des alten Querschiffs als eleganten Betonstützenbau und fügte es mit den erhaltenen und in einfacher Form "reparierten" Westteilen zu einem spannungsreichen Baukörper zusammen. 1958 kamen neue Farbfenster nach Entwürfen von Anton Wendling hinzu. Der Vierkantturm im Westen erhielt 1965 einen steilen Falthelm nach Entwürfen von Maria Schwarz. 1979/80 wurde der Innenraum farbig neu gefaßt.
Die ursprüngliche, neugotische Anlage war als Bauwerk des wichtigen Kölner Dombaumeisters von Bedeutung. Die Neugestaltungen durch Rudolf und Maria Schwarz nach den erheblichen Zerstörungen des zweiten Weltkriegs haben Liebfrauen zu einem der wichtigsten Beispiele der sogenannten schöpferischen Denkmalpflege werden lassen. Die Kirche ist somit jetzt Zeugnis für die produktive und kreative Auseinandersetzung mit dem Erbe des 19. Jahrhunderts. Die Gestalt und die Ausstattung sind von hoher Qualität.
Liebfrauen ist der erste neuzeitliche, katholische Kirchenbau Mülheims - Antwort auf das starke Anwachsen der bis 1914 selbständigen bergischen Stadt. Die Kirche entstand in der Abhängigkeit von der alten Schifferkirche St. Clemens. 1864 mußte sie ihren Rang als Pfarrkirche an den Neubau Zusiners abtreten.
Für den Stadtkern Mülheims ist der Kirchenbau von hoher Bedeutung: Er dominiert die Kreuzung Buchheimer Straße / Regentenstraße und vermag durch die Neugestaltung des Chors mit der Marienkapelle den Bereich der Adamstraße zu beeinflussen. Im "Konzert der Mülheimer Kirchtürme" besitzt die steile Spitze der Liebfrauenkirche die größte Höhe - ein unverzichtbarer Akzent des panoramas des Stadtteils.
Die Unterschutzstellung umfaßt das Gebäude und seine feste und bewegliche Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0