TD, Sünner Brauerei
Kalker Hauptstraße 260 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1557 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | TD, Sünner Brauerei |
| Adresse | Kalker Hauptstraße 260, 51103 Köln |
| Baujahr | 1898 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.07.1983 |
| Stadtteil | Kalk |
Es handelt sich um den straßenwärtigen, dreigeschossigen Bauteil mit den zwei Stufenziergiebeln und rückwärtigen, zweigeschossigen Anbau (Vorderbau errichtet um 1898, Anbau inschriftlich datiert 1906). Der Verbindungstrakt ist neueren Datums und nicht denkmalwürdig. Das alte, zweigeschossige Kutschenhaus (inschriftlich datiert 1898) und schließlich die alte Schmiede, ein bauliches Relikt der vorherigen, industriellen Nutzung aus der Zeit um 1860. Die Einfriedung der Brauerei zur Kalker Hauptstraße hin mit dem schmiedeeisernen Tor schließt das Ensemble straßenwärts ab.
Die Gebäude sind bedeutend für die Geschichte von Kalk und die Entwicklung der Kalker Arbeits- und Produktionsverhältnisse. Die alte Schmiede ist im Zusammenhang mit der hier zur Zeit der ersten industriellen Entwicklung eingerichteten Zeche zu sehen. Nach dem Scheitern dieses Vorhabens entstand auf diesem Gelände die Sünner-Brauerei, die in gleicher Weise wie die anderen großen Industriefirmen zur Kalker Hauptstraße hin orientiert war. Die überkommenen Backsteinbauten sind technische Denkmäler.
Diese sind insbesondere in der handwerklich gediegenen Bauweise in Backstein zu sehen, wobei die künstlerische Ausgestaltung mit Dekorationen durch die Verwendung von verschieden farbigem Backstein bzw. die reliefierte Gliederung der Wandflächen der Stilprägung um die Jahrhundertwende entspricht. Der besonders aufwendigen Gestaltung von Gebäudeteilen zur Kalker Hauptstraße hin kommt heute, da andere, ältere Bauwerke dort nur in geringer Zahl vorhanden sind, besonderer städtebaulicher Wert zu. Die Lage des Hauptgebäudes in etwa in der Achse der Eythstraße steigert diese Bedeutung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0