Wohnhaus
Eythstraße 7 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4107 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Eythstraße 7, 51103 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.04.1987 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Gebäude wurde um 1905 errichtet.
Baukünstlerisch bedeutend ist das zweigeschossige, dreiachsige Traufenhaus mit schieferverkleidetem Giebelgeschoß vor allem wegen seiner mit klassizistischen Elementen durchsetzten Jugendstilfassade. über der Sockelzone in Putzquaderung erhebt sich einachsig ein flacher, ebenfalls gequaderter Risalit, der über dem mehrfach profilierten Traufgesims in einen Dreieckgiebel mit Typanonfeld ausläuft. Über dem segmentbogenen Hauseingang (original ornamentierte Holztür mit schmiedeeisernem Fenstergitter) befindet sich ein von Festons flankiertes ovales Sprossenfenster in quadratischer Teilung (die sich in einigen Fensteroberlichtern wiederholt). Der ausgekragte Erker mit seitlichen Fenstern, Fenstersohlbänke mit konsolenartigen geometrischem Fries sowie ein Abschlußgesims mit Klötzchenfries wird von einem Balkon mit schmiedeeiserner Jugendstilornamentik bekrönt. Die zwei Achsen des etwas zurückgesetzten rechten Teils der Fassade werden (vom Erdgeschoß bis zur Traufe) gerahmt von drei profilierten Lisenen im Fugenschnitt, die mit ovalen Medaillons und Festons abschließen. Fensterbekrönungs- und Brüstungsfelder mit abgerundeten Flachreliefs und Festons, Kartuschen und Fenstersohlbänke mit geometrischem Dekor strukturieren und beleben zudem die Fassade, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes verdeutlicht. Im Innern des Gebäudes gelangt man über eine Marmortreppe zu einer offenen, durch den Lichteinfall eines großen Dachfensters erhellte Treppenanlage aus Holz (Treppe, Sockel, Geländer, Handlauf, Podeste). Dekoriert mit geometrischen Jugendstilmotiven sind Wohnungstürabschlüsse und Zimmertüren zum größten Teil, die Türrahmungen vollständig, erhalten. Eine Kellertür mit Rundbogen sowie eine rundbogige Flügeltür mit Mäanderfries wären noch erhaltenswert.
Ortsgeschichtlich aussagefähig ist das ehemalige Mietwohnhaus als Zeugnis des raschen Wachstums der von 1881 - 1910 selbständigen Stadt Kalk. Für die Beschäftigten der in der Gründerzeit stark expandierenden Kalker Industriebetriebe bestand größter Wohnraumbedarf, der durch die schnelle und großzügige Bebauung zahlreicher Straßen um die Kalker Hauptstraße herum mit großstädtisch wirkenden, oft anspruchsvoll dekorierten Miethäusern gedeckt werden sollte.
Städtebaulich bedeutend ist das Gebäude als Bestandteil eines in einigen Teilen der Eythstraße noch lückenlos erhaltenen Straßenensembles. Als einzeln stehendes Denkmal, in naher Nachbarschaft mit den historischen Gebäuden der Sünner Brauerei (Kalker Hauptstraße) und dem Gebäude Nr. 13 (Eythstraße), dokumentiert es im Vergleich zu den neueren Bauten der Umgebung das geschichtliche und baugestalterische Zusammenwachsen der großstädtischen Struktur.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0