Wohn- u. Geschäftshaus
Brabanter Straße 46 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1639 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Brabanter Straße 46, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.09.1983 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des westlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes nach der Niederlegung der Stadtmauern und damit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Diese Bebauung, die nach dem vom Kölner Stadtbaumeister H.J. Stübben erstellten erweiterungsplan von 1881 erfolgte, verlief um die Jahrhundertwende in mehreren Phasen. Das Haus wurde als Miethaus vor der Jahrhundertwende außerhalb der Ringe erbaut.
Das etwa 1890 gebaute Miethaus hat vier Fensterachsen und vier Geschosse. Das Dachgeschoß mit Kniestock ist ausgebaut. Die einläufige, seitlich liegende Holztreppe erschließt je Geschoß eine Wohnung, zu der auch ein Raum im hinteren Anbau gehört.
Die Fassade der Obergeschosse über dem Laden im Erdgeschoß ist größtenteils erhalten. Fensterbankgesimse über breiten Brüstungsfriesen gliedern das Gebäude in der Horizontalen, während die Vertikale im ersten Obergeschoß durch Doppelpfeiler vor den Gewänden, im zweiten durch einen Rahmenfries um die Fenster und im dritten durch Halbsäulen-Vorlagen gebildet wird. Das hohe Kranzgesims mit doppeltem Gesims und Doppelkonsolen ist Kniestock für das ausgebaute Dachgeschoß mit drei Gauben.
Die rückwärtige Fassade mit kurzem Hinterhaus zeigt im zweiten und dritten Obergeschoß das originale Ziegelmauerwerk mit Stichbogenfenstern (kleiner Innenhof).
Im Innenausbau haben sich teilweise Holz- und Terrazzoböden sowie die originalen Wohnungs- und Zimmertüren erhalten.
Das Gebäude ist eines der wenigen, erhaltenen Beispiele der Erstbebauung der Brabanter Straße und hier Dokument des historischen Werdens der Stadt. Die architektonische Vielfalt der Fassade gibt der Straße Maßstäblichkeit und stellt eine Bereicherung in der nüchternen, funktionalen Bauweise der Nachkriegsbebauung dar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0