Wohnhaus
Moltkestraße 71 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1665 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Moltkestraße 71, 50674 Köln |
| Baujahr | 1890 bis 1892 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.10.1983 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des westlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen Hahnentor und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.
Das viergeschossige Haus wurde 1890 bis 1892 errichtet. Es zeigt eine vierachsige Fassade mit reichem Stuckdekor, im Erdgeschoß dekorativ gequadert, im ersten Obergeschoß gebändert und mit einem breiten Spitzbogenfries versehen, im zweiten und dritten mit Fenstergewänden mit neoromanischen Zierelementen. Das Haus stellt eine um eine Achse erweiterte Variante des ehemals für die Kölner Innenstadt charakteristischen Dreifensterhauses dar.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Der Mosaikfußboden im Hausflur, eine Haustreppe im Treppenhaus und Stuckdecken im ersten Obergeschoß.
Städtebaulich stellt das Gebäude ein in diesem Abschnitt der Moltkestraße vereinzeltes Dokument der ursprünglichen Bebauung dieser zum Ring parallel angelegten Allee dar. In Korrespondenz mit weiter entfernten Häusern (Nr. 97 bzw. 63, 65 und 48 - 52) bzw. mit Gebäuden in der Aachener Straße (Nr. 49, 53, 57, 59, 61, 63) in Maß und Dekor bildet das Haus ein Ensemble von Gründerzeitbauten, die standesgemäß zwar der Pracht der ursprünglichen Ringbebauung nachstehen, dennoch anspruchsvoll gestaltete Fassaden zeigen. Auch wegen diesem städtebaulichen Zusammenhang ist das Haus unbedingt durch Unterschutzstellung zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0