Wohn- u. Geschäftshaus
Gumprechtstraße 13 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1700 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Gumprechtstraße 13, 50825 Köln |
| Baujahr | 1902 bis 1903 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.10.1983 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus steht in einem nahezu geschlossen erhaltenen Häuserverband einer geplanten Straßenanlage aus der Zeit kurz nach der Jahrhundertwende. Die Straßenplanung steht in direktem Zusammenhang mit der städtebaulichen Planung um den Helmholtzplatz. Es handelt sich hierbei um eine relativ frühe, städtisch gelenkte Wohnbaukonzeption, die sich bewußt gegen die bisherige, zufällig gewachsene Gemengelage von Industrie- und Wohnbauten im angrenzenden Gebiet (Leyendeckerstraße und Hospeltstraße u.a.) absetzt und städtebaulich funktional und sozial an die Bebauung nördlich der Venloer Straße (Alpener Platz und Alpener Straße) anschließt. Die Straße in ihrer relativ einheitlichen Bebauung mit Mietwohnbauten für den Mittelstand und die Arbeiterbevölkerung ist zugleich Ausdruck für die zeittypische Bauinitiative, die in Ehrenfeld von wenigen, kleineren Bauunternehmern ausging.
Der Ehrenfelder Bauunternehmer Franz Josef Schumm ließ das dreiachsige und dreigeschossige Gebäude Gumprechtstraße 13 in den Jahren 1902-1903 errichten. Die im Erdgeschoß durch horizontalen Fugenschnitt gegliederte Fassade prägen in den Obergeschossen Stuckornamente des Historismus, die vor allem der Gotik und Renaissance entlehnt sind. Die teilweise flächig gehaltene Struktur der Fassade (vgl.u.a. Wandfelder unterhalb der Fenster des ersten Obergeschosses) und die verschiedenen pflanzlichen Motive, die für die Schlußsteine im Erdgeschoß gewählt wurden, weisen bereits auf den Jugendstil hin. In seinem schlichten Stuckdekor weist es eine ähnliche Gestaltung wie Gumprechtstraße 10, 14 und 17 auf, fügt sich auch insgesamt in das Straßenbild ein, wobei das Gebäude mit seinem Mansarddach den Charakter der benachbarten Häuser Nr. 1 bis 9 fortsetzt, die wiederum insgesamt in abgeschwächter Form die französisch anmutenden, extrem steilen Dächer der Alpener Straße aufnehmen. Auch die schwach angedeutete Wandvorlage in den Obergeschossen der linken Außenachse korrespondiert mit derjenigen der Häuser Gumprechtstraße 5 und 7.
Abgesehen von der im Inneren erhaltenen originalen Grundrißstruktur sind besonders die Holztreppe und die geometrisch gegliederten Stuckdecken für die erhaltenswerte Bausubstanz bedeutend.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0