Wohnhaus
Gartenstraße 2 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1712 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gartenstraße 2, 50733 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.10.1983 |
| Stadtteil | Nippes |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheim gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer, am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrieanlagen-Siedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätte der Rheinischen Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. Die Gartenstraße verbindet als kurze Wohnstraße im Zentrum von Nippes die Florastraße mit der Wilhelmstraße.
Das dreigeschossige Eckgebäude zur Wilhelmstraße hat zu dieser drei und zur Gartenstraße sechs Achsen. Das um 1890 erbaute Haus besitzt eine Stuckfassade mit klassizistischen Dekorationselementen. Seine beiden Hauseingänge - eine Eingangstüre in der abgeschrägten Ecke, die nur das Erdgeschoß erschließt - weisen auf eine (frühere) gewerbliche Nutzung (möglicherweise als Werkstatt) hin. Die Ecke ist durch zusätzliche Schmuckelemente in Stuck betont, die übrigen Achsen sind gleichartig mit durchlaufenden Gesimsen und Fensterumrahmungen eingefaßt. Die Haustüre ist mit einer vorgesetzten Blende verkleidet.
Der Hausflur ist gefliest (diagonale Verlegung und Mäanderfries), die Holztreppe mit -geländer blieb original erhalten. Wohnungs- und Zimmertüren sind, wie die hintere Backsteinfassade, original.
Die im Ensemble-Bereich Nippes gelegene Gartenstraße weist als kurze Wohnstraße nur noch teilweise die Originalbebauung auf. Die Eckbebauung zur Wilhelmstraße ist besonders erhaltenswert, da dieser Teil der Wilhelmstraße nur noch hier original erhalten ist. Das Gebäude ist so maßstabbildend nach beiden Fassadenseiten hin und ein unverzichtbares Dokument historisierender Vorstadt-Bebauung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0